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Vom Buch zum Film: Die 10 größten Buchverfilmungen im Check

Ist es euch auch schon einmal passiert, dass die Verfilmung eures Lieblingsbuches nicht so aussah, wie ihr euch das immer vorgestellt habt? Das liegt nicht daran, dass der Regisseur euch nicht mag: Damit ein Film keine 10 Stunden dauert, müssen Filmemacher und Drehbuchautoren viel wegkürzen. Das Ergebnis gefällt nicht immer den Fans.

Da am 09. Februar Fifty Shades of Grey 2 - Gefährliche Liebe in den deutschen Kinos anläuft, beginnen wir diesen Artikel angemessener Weise mit einem Buch-Film-Vergleich des ersten Teils der Roman-Reihe. Viel Spaß beim Lesen!

© 2016 NBCUniversal All Rights Reserved

1. Fifty Shades of Grey (Teil 1 – Geheimes Verlangen) (2015)

Gebt es zu! Ihr habt dieses Buch heimlich und abseits der Öffentlichkeit verschlungen! Schließlich wurde es nicht ganz von alleine zum absoluten Megahit. Und dabei hat ursprünglich alles ganz bescheiden angefangen: als Fanfiction-Story zur Twilight-Saga der Hobby-Autorin E. L. James. Vielleicht wollt ihr nicht zugeben, dass ihr das Buch gelesen habt. Aber vielleicht wart ihr trotzdem von der Verfilmung enttäuscht. Denn einige Szenen wurden ausgelassen: Eine besonders heikle Tampon-Szene hat es nicht in den Film geschafft. Sie soll an dieser Stelle nicht näher beschrieben werden, denn sonst wäre diese Seite nicht mehr jugendfrei. Weiterhin hat Regisseurin Sam Taylor-Johnson die Sexszene in Christian Greys Bootshaus in der Verfilmung gestrichen. Viele Nebenfiguren aus dem Roman nehmen im Film eine wesentlich kleinere Rolle ein oder sind ganz verschwunden. Falls die Fans enttäuscht waren, hat sich das nicht in den Einspielergebnissen widergespiegelt. Und bald könnt ihr euch schon wieder heimlich ins Kino schleichen – eventuell kann die Fortsetzung dann alle eure Erwartungen erfüllen.

© 2001 Warner Bros. Entertainment Inc. All rights reserved

2. Der Herr der Ringe (2001)

„Wo ist Tom Bombadil?“ Das haben sich viele Fans gefragt, als Der Herr der Ringe im Jahr 2001 in die Kinos kam. Dem einen oder anderen J.R.R.-Tolkien-Nerd unter euch ist wahrscheinlich aufgefallen, dass diese beliebte Figur gänzlich fehlt. Viele haben das dem Regisseur Peter Jackson übel genommen. Und einige kommen auch heute noch nicht damit klar. Trotzdem konnte der Film einige Oscars einsammeln und große Erfolge erzielen. „Was ist mit dem Zauberer Saruman passiert?“ Das war die nächste verzweifelte Frage, die sich die Fans nach dem dritten Kinofilm stellten. Und dieses Mal gesellte sich Saruman-Darsteller Christopher Lee zu den wütenden Fans hinzu. Der weiße, korrupte Zauberer hatte im Buch nämlich noch einen Abschlussauftritt und sogar ein eigenes Kapitel. Aus der Kinofassung wurde es allerdings komplett rausgeschnitten. Lee war damals verständlicherweise ziemlich sauer. Er konnte sich aber beruhigen, nachdem er seine Todesszene in der erweiterten Heimkinofassung des letzten Trilogie-Filmes bekam.

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3. Harry Potter (2001)

Auch unser liebster Zauberlehrling und seine Freunde mussten einige Änderungen über sich ergehen lassen. Ihr könnt euch sicherlich noch an Dobby, den Hauselfen, erinnern. Klein, süß, hilfsbereit und dennoch ein mächtiger Verbündeter. Die Zauberer halten Dobby und andere Elfen jedoch als Sklaven. Mithilfe der magischen Streberin Hermine durften sie in den Buchvorlagen jedoch den Aufstand proben. In den Filmen waren sie dagegen nicht politisch aktiv. Vielleicht erinnert ihr euch nicht daran, aber Harry Potters erster Kuss war damals eine ziemlich große Nummer. In den Büchern nimmt die Beziehung zu seiner ersten großen Liebe Cho Chang aber eine noch viel größere Zeitspanne ein. Der gute Harry musste sich hier noch eine ganze Weile länger im Liebeskummer wälzen. Im fünften Film bekam Harry immerhin noch besagten ersten Kuss von ihr. In den Nachfolgefilmen ist sie ohne jede Erklärung verschwunden bzw. darf sie nur noch im Hintergrund agieren.

© 2016 Twentieth Century Fox Home Entertainment Inc. All Rights Reserved

4. Verblendung (2009)

Stieg Larssons Thriller wurde sogar schon zweimal verfilmt. Ihr seid sicherlich mittlerweile entweder über die schwedische Version oder das amerikanische Remake gestolpert. Das Original machte Noomi Rapace zum internationalen Star. Das Remake holte James-Bond-Star Daniel Craig an Bord. Außerdem verschaffte der Film der jungen Schauspielerin Rooney Mara eine Oscar-Nominierung. Änderungen – vom Buch über die erste Verfilmung bis zum Remake – musste Regisseur David Fincher trotzdem vornehmen. Politische Skandale sind dieser Tage leider wieder schwer in Mode. In der Verfilmung von Verblendung gab es einige davon. Die „Wennerström-Affäre“ und korrupte Politiker nahmen im Buch allerdings viel mehr Platz ein. In David Finchers Remake ist das Ganze quasi nur noch eine Fußnote. Das zentrale Mysterium handelt hingegen von der verschwundenen Harriet Vanger. In der Romanvorlage verbringt sie ihren Lebensabend in Australien. In Finchers Film lebt sie unter einem falschen Namen in London, um sich ihrer sadistischen Familie zu entziehen.

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5. Gone Girl (2014)

Noch eine Frau, die ihrem Peiniger entkommen möchte? Nicht ganz. Im perfiden Thriller von David Fincher kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Denn Amy (Rosamund Pike) täuscht ihren eigenen Tod nur vor und möchte diesen wie einen Mord aussehen lassen. Schuldig soll vor allem ihr Ehemann Nick (Ben Affleck) erscheinen. Die Romanvorlage stammt von Gillian Flynn und war ein Bestseller. Vielleicht habt ihr euch bei der Verfilmung aber über ein paar Szenen gewundert: Die Stelle im Film, in der Nick um Amys Hand anhält, versprüht puren Hollywood-Charme. Im Buch gab es eine solche Passage nicht. Eine andere Szene ist hingegen weniger charmant: Amy schneidet ihrem Ex-Freund beim Sex die Kehle auf. In der Vorlage war ihr Vorgehen nicht weniger tödlich. Aber zumindest hat sie den Lesern die Blutfontänen erspart. Die gute Nachricht: Amy ist am Ende des Films und am Ende des Buches schwanger. Eigentlich ist das überhaupt keine gute Nachricht, denn Amy ist eine manipulierende Psychopathin. Das erkennt auch Nick und möchte innerhalb der Romanhandlung selbst ein Buch über Amy mit dem Titel Psycho Bitch schreiben. Allerdings besinnt er sich eines vermeintlich Besseren, als er von ihrer Schwangerschaft erfährt. Verwirrend? Das sah der Regisseur ähnlich: Fincher warf die Szene aus dem Film.

© Sony Pictures Entertainment GmbH

6. The Da Vinci Code – Sakrileg (2006)

Vielleicht wusstet ihr es nicht, aber der Mystery-Bestseller und seine Verfilmung haben damals sehr viel Wind gemacht. Insbesondere die katholische Kirche war nicht allzu begeistert von Dan Browns Thesen. Dennoch waren Buch und Film große Erfolge. Kleine Unterschiede gab es jedoch auch hier. Einer der wichtigsten: Robert Langdons (Tom Hanks) Partnerin Sophie (Audrey Tautou) findet am Ende des Romans heraus, dass ihr Bruder noch lebt. Sie dachte nämlich, er sei bei einem Unfall ums Leben gekommen. Im Film spielt das jedoch keine Rolle.

© 1990 by PARAMOUNT PICTURES. All Rights Reserved

7. Der Pate (1972)

Ungelogen: Der Pate ist zu Recht ein großer Klassiker der Filmgeschichte. Falls ihr Francis Ford Coppolas Filmtrilogie noch nicht gesehen habt, solltet ihr das dringend nachholen. Die Romanvorlage von Mario Puzo wurde allerdings nicht mit so viel Wohlwollen aufgenommen. Coppola hat zu Recht einige Änderungen vorgenommen. Die mögen zwar subtil sein, aber haben uns ein zeitloses Mafia-Drama beschert. Der Sänger Johnny Fontane möchte unbedingt als Schauspieler Karriere machen. Als ihm das nicht gelingt, heult er sich beim Paten Vito Corleone aus, doch Corleone stellt ihn bloß. Im Buch hat der Möchtegernschauspieler eine wesentlich größere Rolle. Im Film hat Regisseur Francis Ford Coppola dankbarerweise darauf verzichtet. Außerdem wird schon in der Romanvorlage ausführlich auf Corleones Hintergründe und Vergangenheit eingegangen. Coppola lässt sich aber Zeit und spart sich die Story für Teil 2. Die Fortsetzung wird dadurch noch besser als der Vorgänger. Auch die Ehe zwischen Vitos Sohn Michael (Al Pacino) und seiner Frau Key (Diane Keaton) fällt im Buch weitaus harmonischer aus. In den Filmen wird sie dagegen immer misstrauischer und lehnt sich gegen die dunklen Machenschaften ihres Mannes auf. Eine echte Powerfrau eben. Oder traut sich einer von euch, sich mit der Mafia anzulegen?

© 2006 Constantin Film, All rights reserved

8. Das Parfüm (2006)

Serienkiller sind generell schon furchterregend. Ein Serienmörder, der viele, reichhaltige Düfte wahrnehmen kann, ist aber noch unheimlicher. Patrick Süskind kann sich in seinem Roman viel Zeit für ausführliche Beschreibungen solcher Düfte lassen. Regisseur Tom Tykwer hatte offensichtlich Schwierigkeiten, dies filmisch umzusetzen. Er zeigte dafür Nahaufnahmen der Nasenlöcher seines Hauptdarstellers Ben Wishaw. Außerdem ließ er Wishaw lautstark an verschiedenen Dingen riechen. Das ist zwar nicht unheimlich, dafür aber komisch.

© 2008 UNIVERSUM Film GmbH. All Rights Reserved

9. Der Vorleser (2008)

Mehr oder weniger explizite Sexszenen hat wohl keiner von euch in einem Zweite-Weltkriegs-Drama erwartet. Genau das haben Bernhard Schlinks Buch und der dazugehörige Film unter anderem aber geboten. Kate Winslet beginnt darin als ehemalige KZ-Wächterin Hanna eine Affäre mit dem wesentlich jüngeren Michael (David Kross). Neben den regelmäßigen Sexlehrgängen liest Michael der Analphabetin die großen Werke der Literatur vor. Erst später lernt Hanna selbst zu lesen – als sie in Gefangenschaft für ihre Verbrechen büßen muss. Ein kleiner aber wichtiger Unterschied zwischen Roman und Adaption: Im Buch liest Hanna über die schrecklichen Taten der Nationalsozialisten. Im Film wird nicht spezifisch darauf eingegangen, was genau sie liest.

© 2014 Lions Gate Entertainment Inc. All rights reserved

10. Die Tribute von Panem (2011)

Schluchzende Teenie-Herzen konnten aufjauchzen, als ihre Helden zum ersten Mal auf der Leinwand zusammentrafen. Und machen wir uns nichts vor, es waren auch jede Menge erwachsene Fans dabei. Es gab aber einige Änderungen im Vergleich zur Buchvorlage. Dem Erfolg hat es keinen Abbruch getan. So wird im Roman von Suzanne Collins ziemlich deutlich, dass Katniss Everdeen ihre Zuneigung zu ihrem Mitstreiter Peeta zunächst nur vortäuscht. Das tut sie, damit sie das sensationsgeile Publikum der tödlichen Spiele bei Laune halten kann. Im Film bleibt die Natur dieser Beziehung schlauerweise offen. Auf diese Weise wird nämlich das verliebte Kinopublikum bei Laune gehalten. Ihr habt doch bestimmt auch das kollektive Luftschnappen im Kinosaal gehört, als die beiden sich das erste Mal geküsst haben, oder?

Wie ihr seht, ist alles halb so wild. Wir können mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf diese Verfilmungen unserer geliebten Bücher zurückblicken. Die Romane und eure Fantasie nimmt euch schließlich keiner weg. Und viele der Änderungen ergeben sogar Sinn, wenn ihr sie mit etwas Abstand und ein wenig Humor betrachtet. Also, fleißig weiterlesen und Filme schauen. Denn beides macht großen Spaß und hat seinen eigenen Wert.

Alle oben genannten Filme findet ihr als Video on Demand bei Videoload auf EntertainTV:

Wusstet Ihr, dass Fernsehen mit EntertainTV zum Highlight wird? Das Video Magazin testete verschiedene Streaming Dienste und fand, wie viele EntertainTV Nutzer auch, an der dynamischen Navigation und der Restart-Funktion gefallen. Damit verläuft der Wechsel zwischen Fernsehprogramm und Streaming Angebot fließend. Zudem beginnen nun alle Sendungen erst, wenn ihr es wollt. Mit dem Testurteil sehr gut erhielt auch die EntertainTV-App viel Lob.

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