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Original vs. Remake: 5 Neuverfilmungen im Check

Neuverfilmung: Für viele Filmfans ist es eine heilige Kuh, die man lieber nicht anfasst. Für andere ist es ein großer Spaß, alte Helden im neuen Gewand wiederzusehen. Bei Filmabenden entflammen daher gerne Diskussionen, ob das Remake den Charme des Originals aufgreifen kann oder gnadenlos versagt. Dementsprechend dauert auch die Entscheidung, welchen Film von beiden man schaut. Wir helfen und stellen euch die Top 5 Neuverfilmungen vor. Zudem erfahrt ihr, was Original beziehungsweise Remake besonders interessant macht.

© Sony Pictures Home Entertainment

1. Total Recall

Mit Total Recall – die totale Erinnerung schuf Regisseur Paul Verhoeven (u. a. Basic Instinct, RoboCop und Hollow Man) im Jahr 1990 ein echtes Actionfilm-Meisterwerk der alten Schule. Statt auf die immer besser werdenden Computeranimationen zu setzen, wurde mit viel Aufwand von Hand um Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger eine futuristische Welt erschaffen. Der Film wurde zum Meilenstein der Action- und Sci-Fi-Historie sowie zum Abschluss einer Ära.

Dermaßen viel Lob und Anerkennung wird die Neuverfilmung Total Recall auch in 20 Jahren nicht erreichen. Die Urteile lauteten: Charaktere ohne Tiefgang, fehlender Witz des Originals. Dabei ließ Regisseur Len Wiseman (Stirb Langsam 4.0) nichts unversucht, um einen würdigen Nachfolger zu drehen. Colin Farrell (True Detective 2) wurde als Darsteller des Douglas Quaid, Breaking Bad-Star Bryan Cranston als Bösewicht sowie Kate Beckinsale (Underworld) als Nachfolgerin von Sharon Stone in der Rolle der Lori verpflichtet.

Die Geschichten jedoch unterscheiden sich. Beide Hauptdarsteller sind zu Beginn des Films angeödet von ihrem Arbeiteralltag und sehnen sich nach mehr Abenteuer. Die Firma Rekall bietet genau das an. Vermeintlich echt wirkende Erlebnisse werden in das Gedächtnis der Kunden als Erinnerungen gepflanzt. Es stellt sich jedoch heraus, dass das Gedächtnis von Douglas Quaid schon einmal verändert wurde. In beiden Filmen erfährt Quaid, dass er eigentlich Hauser heißt und Agent im Dienst des bösen Machthabers Cohaagen war. Während Arnie jedoch zum Mars fliegt, um den Fall aufzuklären, bleibt Farrell auf der Erde. Diese jedoch ist im Remake nach einem Weltkrieg in weiten Teilen zerstört. Ob beide ihre mysteriöse Vergangenheit aufklären können, zeigt sich am besten bei einer doppelten Einheit Total Recall. Wir empfehlen erst das Original mit dem Terminator-Star Schwarzenegger und im Anschluss die Neuverfilmung – zum Einschlafen.

© Sony Pictures Home Entertainment

2. Karate Kid

Mit Karate Kid wurde in den 1980er-Jahren ein weltweiter Karate-Boom ausgelöst und Hauptdarsteller Ralph Macchio zum Teeniestar. Die Geschichte: Der 15-jährige Daniel LaRusso hat in seiner neuen Heimat Kalifornien mehr Probleme als Freunde, aber immerhin findet er im Hausmeister seines Hauses einen neuen Freund – Mr. Miyagi (Pat Morita). Die Probleme eskalieren, als er sich in das „falsche“ Mädchen verliebt. Deren Ex-Freund und seine Gang von Karateschülern des Cobra Kai Dōjō greifen Daniel an. Mr. Miyagi rettet ihn und unterrichtet ihn in Karate – mit der zum Kult avancierten „Auftragen und polieren“-Übung. Schließlich kommt es zum großen Finale und der legendären Kranich-Technik, die den Sieg bringt.

Dass dieser Klassiker noch mal eine Neuauflage erleben wird, schien lange Zeit undenkbar. Das Ehepaar Will Smith und Jada Pinkett Smith, bekannt aus Bad Boys und Matrix, sowie Produzent Jerry Weintraub wagten es trotzdem. Die Rolle des Ziehvaters und Meisters übernahm diesmal Actionstar Jackie Chan, die Rolle des Schülers Jaden Smith. Die Handlung ist annährend identisch, der Handlungsort wurde jedoch nach Peking verlegt. Zudem wird nun nicht mehr Karate gelehrt, sondern Kung-Fu. Für viele Fans des Originals sind das zwar echte Sündenfälle, sie bereiten unvoreingenommenen Zuschauern jedoch ein zweifaches Filmvergnügen. Fun Fact: Das Remake von Karate Kid zahlte sich aus: Die Einspielergebnisse betrugen 358 Millionen Dollar.

© MGM

3. RoboCop

1987 drehte der Actionfilm-Regisseur Paul Verhoeven bereits den Science-Fiction-Erfolg RoboCop. Im Detroit der Zukunft wird der Polizist Alex Murphy (Peter Weller) während der Arbeit brutal ermordet. Er erwacht jedoch erneut zum Leben – im Körper eines Roboters, der nun Polizeidienst verrichten soll – und wird so zum neuen, vielversprechenden Erfolgsprojekt des allmächtigen Konzerns OCP. Doch irgendwo in RoboCop hat das Gewissen des einstigen Menschen überlebt und sinnt nach Rache. Auf dem Feldzug gegen seine Mörder deckt Murphy auch einen riesigen Korruptionsfall im Konzern OCP auf. Der Film war ein voller Erfolg, jedoch bis der Streifen zu sehen war. Fun Fact: Ganze elf Mal musste der Film geschnitten werden, bevor er in die Kinos kam.

Mit weniger Gewalt, aber einer noch futuristischeren Welt kommt die Neuverfilmung RoboCop aus dem Jahr 2014 daher. Regisseur José Padilha (Tropa de Elite) verfrachtet die Handlung in das gar nicht so weit entfernte Jahr 2028. Auch hier will ein Großkonzern namens OmniCorp und sein Vorstand Raymond Sellars (Birdman-Star Michael Keaton) durch den Einsatz von Robotern oder roboterähnlichen Maschinen Profite erzielen. Und auch hier verrichtet ein aufrichtiger Alex Murphy (Joel Kinnaman) seinen Dienst und fällt einem Mordanschlag zum Opfer, weil er den illegalen Waffenverkauf korrupter Polizisten aufdecken will. Trotz großer Bedenken willigt seine Frau ein, ihn zum Cyborg umoperieren zu lassen. Wie im Original erwacht die menschliche Seele wenig später erneut zum Leben und macht sich daran, die eigene Ermordung aufzuklären. So doppelbödig und gesellschaftskritisch wie das Original ist die Neuverfilmung jedoch nicht – und dennoch ein erfolgreiches sowie sehenswertes Remake.

Schneewittchen © DEFA Stiftung, Snow White and the Huntsman © Universal Pictures Home Entertainment GmbH

4. Snow White and the Huntsman

Der Märchenklassiker der Gebrüder Grimm hat schon einige Male den Weg in die Kinos gefunden. Der Liebling vieler Märchenfans ist die DEFA-Produktion Schneewittchen (1961). Selten wurde die Geschichte der bildschönen Prinzessin, die auf der Flucht vor der bösen Stiefmutter bei den sieben Zwergen ein neues Heim findet, so detailverliebt erzählt.

Einen gänzlich neuen Weg gehen zwei Neuverfilmungen von Schneewittchen aus dem Jahr 2012. In Spieglein, Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen erfindet sich das Märchen unter der Regie von Tarsem Singh als Komödie wieder. Julia Roberts, die auch in anderen Filmen als Powerfrau vor der Kamera steht, überragt hierbei in der Rolle der bösen Königin.

Gänzlich düsterer und actionreicher geht es bei Snow White and the Huntsman (2012) zu. Hier trachtet die böse Königin in Person von Charlize Theron (Prometheus – dunkle Zeichen) ebenfalls dem schönen Schneewittchen nach dem Leben. Darum schickt sie den Jägersman Eric los, um sie zu töten. Der Jäger, gespielt von Thor-Darsteller Chris Hemsworth, verfällt dem schönen Schneewittchen jedoch beim ersten Anblick und kämpft fortan mit ihr zusammen gegen die Königin. Je nachdem, wer es actionreicher oder lieber familiärer mag, wählt sein Lieblings-Schneewittchen aus und genießt das Märchen auf seine Art.

Empfehlens- und sehenswert: Viele der hier erwähnten Filme sind der perfekte Anlass für ein ausgedehntes TV-Wochenende mit Freunden. Für das leibliche Wohl der gesunden oder kalorienlastigen Art haben wir ebenfalls ein paar Tipps für euch!

© Warner Bros.

5. Ben Hur

Ein wirklich tollkühnes Unterfangen wagte Regisseur Timur Bekmambetow (Wanted) – er ließ den Monumentalfilm Ben Hur von 1959 neu aufleben. Die Geschichte blieb annährend die gleiche: Der angesehene Händler Judah Ben-Hur (im Original Charlton Heston, in der Neuauflage gespielt von Jack Huston) wird zur Unrecht entrechtet und zum Sklaven gemacht. Jahre später erhält er die Möglichkeit, Rache an seinen Peinigern zu nehmen – im weltberühmten Pferdewagenrennen.

Während Regisseur William Wyler mit dem Original elf Oscars einfuhr und die Einspielergebnisse das Filmstudio MGM sanierten, floppte die Neuverfilmung von Ben Hur an den Kinokassen. Dabei ließ man nichts unversucht. Gedreht wurde wie beim Original in den italienischen Filmstudios Cinecittà in Rom, diesmal mit 90 Millionen Euro Budget. Statt der sagenhaften 50.000 Statisten in den 50er-Jahren benötigte man beim Remake nur noch 2.000 – der Rest wurde am Computer mit Spezialeffekten hinzugefügt. Das Pferdewagenrennen ist es wahrhaftig wert, der Neuauflage eine Chance zu geben. Ansonsten ist die Neuverfilmung eines dermaßen erfolgreichen Streifens vielleicht eine Nummer zu groß – und daher gescheitert.

Vom Buch auf die Leinwand

Nicht nur altbekannte Film-Protagonisten treffen wir auf der Leinwand wieder, sondern sogar die ein oder andere Romanfigur. Wie dicht die Filme an ihren Literaturvorlagen bleiben, erfahrt ihr hier.
Eine Romanreihe, von der manche sich garantiert wünschen, dass ihr filmisches Pendant so nah wie möglich am Original bleibt, ist die Erotik-Trilogie Shades of Grey. Wer den zweiten Teil „Gefährliche Liebe“ im Kino verpasst hat, findet hier weitere Filme, bei denen es heiß hergeht.     

Unsere Neuverfilmungen findet ihr als Video on Demand bei Videoload auf EntertainTV:

Wusstet Ihr, dass Fernsehen mit EntertainTV zum Highlight wird? Das Video Magazin testete verschiedene Streaming Dienste und fand, wie viele EntertainTV Nutzer auch, an der dynamischen Navigation und der Restart-Funktion gefallen. Damit verläuft der Wechsel zwischen Fernsehprogramm und Streaming Angebot fließend. Zudem beginnen nun alle Sendungen erst, wenn ihr es wollt. Mit dem Testurteil sehr gut erhielt auch die EntertainTV-App viel Lob.

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