Filme |

Neues aus dem Alien-Universum von Ridley Scott

Dutzende Kameras, die über dem gigantischen Filmset kreisen, ein riesiges Bassin mit einem 30-Tonnen-Kran und ein Gewusel aus Schauspielern, Produzenten, Assistenten und Maskenbildnern. Willkommen am Set von Alien: Covenant. Ganz schön schwierig, da den Überblick zu behalten. Kein Problem jedoch für Starregisseur Ridley Scott. Es heißt, er dirigierte alle Kameras und Protagonisten problemlos von seinem Kommandostand aus. Erstaunlich, wie er bei dem ganzen Durcheinander den Überblick behalten hat – mit stolzen 79 Jahren wohlgemerkt.

Fast 40 Jahre ist es nun her, dass der Urvater der Alien-Filmreihe den ersten Teil drehte. Grund genug, alle Alien-Filme in Ruhe Revue passieren zu lassen. Zumal ja nun am 18. Mai mit Alien: Covenant ein neuer Teil hinzukommt. Hier gibt es vorab schon mal eine kleine Kostprobe:

© 20th Century Fox Deutschland

"Alien".
Sigourney Weaver in Alien (© 20th Century Fox).

1. Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)

Der erste Teil der Alien-Reihe war zu seiner Zeit einer der visuell beeindruckendsten Kinofilme überhaupt – und er verhalf Sigourney Weaver zum internationalen Durchbruch. Auch das Drehbuch hatte es in sich, war es doch besonders futuristisch: Im Jahr 2122 stolpert die Besatzung des Handelsraumschiffs Nostromo in die Falle einer aggressiven Lebensform. Ein Parasit, der mit an Bord der Nostromo geschleppt wird, entpuppt sich als gefährliche Killermaschine und verwickelt die komplette Crew – allen voran die mutige Astronautin und Bordoffizierin Ellen Louise Ripley (Sigourney Weaver) – in einen Kampf auf Leben und Tod. Übrigens: Alien erhielt den Oscar in der Kategorie Beste visuelle Effekte.

"Alien".
Durch und durch furchteinflößend © 20th Century Fox

2. Aliens – Die Rückkehr (1986)

Ripley konnte den Außerirdischen entwischen und kehrt nach Jahrzehnten wieder zur Erde zurück. Dort erfährt sie, dass der alienverseuchte Planet in der Zwischenzeit mit Kolonisten besiedelt wurde. Als der Kontakt zu den Siedlern plötzlich abbricht, überzeugt Ripley die Verantwortlichen, dem unheimlichen Mysterium auf den Grund zu gehen. Sie bricht mit einer Armee schwerbewaffneter Marines in die fremde Welt auf, um die Brut der Aliens für immer auszulöschen. Der zweite Alien-Film mit Sigourney Weaver in der Hauptrolle wurde unter der Regie von James Cameron gedreht und erhielt sogar zwei Oscars – in den Kategorien Bester Tonschnitt und Beste visuelle Effekte.

3. Alien 3 (1992)

Im dritten Teil wird Ripley in einer Rettungskapsel von Bord des Raumschiffes geschleudert und landet auf Fiona 161 – einem trostlosen Planeten, der von ehemaligen Sträflingen bewohnt wird. Schnell bemerken die Bewohner, dass sich neben Ripley auch ein Außerirdischer an Bord der Rettungskapsel befindet. Erneut beginnt ein lebensbedrohlicher Kampf. Regisseur und Videoclip-Spezialist David Fincher orientiert sich in Alien 3 wieder mehr am düsteren ersten Teil von Ridley Scott: Für die vermeintlich letzte Schlacht stattet er Sigourney Weaver mit einem besonders bedrohlichen Detail aus: In Ripleys Brustkorb wächst eine Alien-Königin heran. Um die Menschheit vor dieser Bedrohung zu retten, stürzt sich Ripley in einen heißen Schmelzofen und tötet so sich selbst sowie die außerirdische Königin. Diese Szene gehört mittlerweile zu den berühmtesten der Filmgeschichte.

Sigourney Weaver in "Alien".
Sigourney Weaver, Winona Ryder, Raymond Cruz auf Alienjagd © 20th Century Fox

4. Alien – Die Wiedergeburt (1997)

Selten war eine Fortsetzung derart überzeugend wie die von Jean-Pierre Jeunet. Der spannungsgeladene Plot um die Konsequenzen von Genmanipulationen war zu seiner Zeit an Aktualität kaum zu übertreffen. Und auch Sigourney Weaver schafft es, der durch Klonen wieder zum Leben erweckten Ripley ganz neue Facetten einzuhauchen und den Monstern erneut den Kampf anzusagen.



5. Alien vs. Predator (2004)

Der unter der Regie von Paul W. S. Anderson entstandene Crossover Alien vs. Predator verbindet die Filme der Alien-Reihe mit den zwischen 1987 und 1990 gedrehten Filmen Predator und Predator 2. Die Handlung spielt sich ab im Jahr 2004, sodass Alien vs. Predator zum einen die Fortsetzung der Predator-Filme ist und zum anderen eine Art Vorgeschichte zu den Alien-Filmen darstellt.

"Alien vs. Predator".
Zwei Ungetüme treffen aufeinander © 20th Century Fox

6. Alien vs. Predator 2 (2007)

Nach dem ersten Teil von 2004 setzten die Regisseure und Brüder Colin und Greg Strause den Kampf der verfeindeten Monster fort. Dabei lassen die Brüder die Monster als Gewinner vom Schlachtfeld ziehen. Der Einsatz von reichlich Gewalt und Gemetzel führte zwar zu einer Spitzenplatzierung in den Filmcharts, Kritiker warfen den beiden Crossover-Teilen allerdings ein Fehlen von Tiefgang und Seele zugunsten der Massentauglichkeit vor.

7. Prometheus – Dunkle Zeichen (2012)

Prometheus – Dunkle Zeichen war eigentlich als Prequel zum ersten Alien-Teil von 1979 gedacht. Allerdings entwickelte sich das Drehbuch zu einer ganz eigenen Geschichte – und gleichzeitig zu einem Neuanfang der Filmreihe. Der Ausgangspunkt ist fast derselbe wie beim ersten Alien-Teil: Ende des 21. Jahrhunderts geht eine Forschungsgruppe mit dem Raumschiff „Prometheus“ Hinweisen auf außerirdische Ursprünge menschlichen Lebens nach. Mit Prometheus – Dunkle Zeichen feiert Ridley Scott ein überzeugendes Comeback im Action-Genre: Trotz Mini-Budget und einiger Skriptprobleme überzeugt der Film durch gute Schockszenen und erstklassige Protagonisten wie Michael Fassbender, Noomi Rapace und Charlize Theron.

© 20th Century Fox
Logan Marshall-Green, Noomi Rapace, Michael Fassbender © 20th Century Fox
© 20th Century Fox
Michael Fassbender © 20th Century Fox
© 20th Century Fox

8. Alien: Covenant (2017)

Seit den Ereignissen von Prometheus sind zehn Jahre vergangen. Das Kolonisationsraumschiff Covenant kreuzt durchs All, um mit einigen Pionieren eine ferne Welt am Rande der Galaxie neu zu besiedeln. Ein Notsignal unterbricht die Reise des Raumschiffs und lotst es zu einem Planeten, der sich als dunkle, gefährliche Welt entpuppt. Als die Crew mit einer ernsthaften Bedrohung konfrontiert wird, ist sie gezwungen, einen dramatischen Fluchtversuch zu unternehmen.

Für Ridley Scott ist es das dritte Alien-Franchise nach dem Original aus dem Jahre 1979 und Prometheus - Dunkle Zeichen (2012). Aber was ist neu daran? Die Idee des ersten Films wurde zwar wieder aufgegriffen, doch während der ursprüngliche Plot fast nur grausam daherkommt, ist der neue metaphysisch und blutig. Fragen wie „Woher kommen die Kreaturen? Und wer hat sie erschaffen?“ werden endlich beantwortet. Die in Neuseeland und Sydney gedrehte 150-Millionen-Dollar-Produktion ist laut Scott noch furchteinflößender als all ihre Vorgänger. Ein ganz schön vollmundiges Versprechen.

Ein weiterer Leckerbissen für alle Alien-Junkies: In der Spoilerecke nimmt Filmexperte Dominik Porschen den hochgelobten Science-Fiction-Streifen Arrival unter die Lupe. Zum Video geht’s hier.
Noch mehr über Sigourney Weaver erfahrt ihr in unserem Artikel über die Top 10 Frauenpower-Filme.

Alle bereits veröffentlichten Alien-Filme findet als Video on Demand bei Videoload auf EntertainTV.

Sie sind leider nicht auf dem aktuellsten Stand

Damit Sie die Vorzüge des neuen EntertainTV erleben können, brauchen Sie einen aktuellen Browser! Wir empfehlen, den Browser zu aktualisieren und die neuste Version herunterzuladen.

Sehr geehrter Websitebesucher,

die Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers verhindern aktuell, dass alle Inhalte dieser Website im Internet Explorer korrekt dargestellt werden. Das Problem wird im Laufe des Tages behoben. Wir empfehlen Ihnen bis dahin, die Website in einem der folgenden Browser zu öffnen: