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Die fiesesten Bösewichte in Disney-Filmen

Jedem Helden steht ein Halunke gegenüber. Das ist bei James Bond so und bei Disney nicht anders. Obwohl die Bösewichte die dunkle Seite repräsentieren, finden die Zuschauer sie faszinierend. Denn all die finsteren Fieslinge haben etwas gemeinsam: Sie polarisieren und sind ausdrucksstark – und damit häufig anziehender als die eigentlichen Helden der Disney-Filme.

Disney hat eine beträchtliche Menge an Schurken auf die Leinwand gebracht. Doch einige Filmbösewichte stechen heraus – weil sie besonders böse oder ausgesprochen ausgefallen sind.

Ursula in Arielle, die Meerjungfrau.
Böse Seehexe mit Hang zur Theatralik: Ursula in Disneys Arielle, die Meerjungfrau (© Disney / Action Press).

Dämonische Diva

Die Seehexe Ursula im Film Arielle, die Meerjungfrau ist die wohl schillerndste Disney-Figur. Bereits ihr Äußeres gleicht einem Gesamtkunstwerk: Ursula ist halb Mensch, halb Krake, hat ein Faible für dick aufgetragenes Make-up und könnte glatt der New Yorker Dragszene entsprungen sein.

Die Unterwasserwelt regiert sie wie ein echtes Biest: Wenn theatralisches Gehabe nicht zum Ziel führt, versucht sie es mit hinterhältigen Intrigen. Das bekommt auch Arielle zu spüren. Sie geht der exzentrischen Primadonna bisweilen auf den Leim und lässt sich von ihr die Show stehlen.

Natürlich behält das Gute im Abenteuer Arielle, die Meerjungfrau am Ende die Oberhand. Doch selten war der Exitus eines Filmbösewichts spektakulärer als hier: Unter Tosen und Donnern wird die böse Ursula, mittlerweile zum Riesenkraken mutiert, vom Bug eines Schiffes durchbohrt. Wutschnaubend stößt sie einen letzten Schrei aus – doch ein Tintenfleck ist alles, was von ihr bleibt. Disney spendiert der Diva mit den Riesententakeln einen pompösen Abgang. So, wie Ursula es sich gewünscht hätte.

Scar aus Der König der Löwen.
Gefühlskalt und grausam: Scar in Der König der Löwen (© Disney / Action Press).

Labiler Löwe

Für einen anderen Filmbösewicht zeigt Disney deutlich weniger Empathie: Scar wird im Film Der König der Löwen den Hyänen zum Fraß vorgeworfen – ein recht unrühmliches Ende.

Das hat folgenden Grund: Das Biest mit grünen Augen und schwarzen Locken ist das Böse in Reinform. Scar ist so eifersüchtig auf seinen Bruder Mufasa, dass er ihn, den König, kaltblütig ermordet – und seinen Neffen Simba damit zum Waisen macht. Das ist ungeheuer hinterhältig, nicht nur für Disney-Verhältnisse.

Dabei hätte man ahnen können, dass es irgendwann so weit kommt. Denn Scar trägt die Narbe nicht nur unter dem Auge, sondern sogar im Namen. Die Geschichte zu seinem Trauma liefert das Buch A Tale of Two Brothers: Scar hieß als junger Löwe Taka – bis sich sein Leben durch einen Vorfall für immer verändert. Als der eifersüchtige Taka seinem Bruder bei einem Jagdausflug eine Lektion erteilen möchte, geht die Aktion nach hinten los. Ein Büffel verletzt Taka im Gesicht und entstellt ihn. Das steigert seine Rachegelüste, die im Animationsfilm Der König der Löwen im Brudermord enden.

Cruella de Vil aus 101 Dalmatiner.
Cruella de Vil, das schicke Scheusal aus 101 Dalmatiner (© Disney / Action Press).

Fiese Fashionista

Scar ist nicht der einzige Disney-Schurke, dessen Name bereits etwas von den dunklen Geheimnissen des Trägers preisgibt. Ein Paradebeispiel findet sich im Disney-Klassiker 101 Dalmatiner. Man muss kein Wortakrobat sein, um aus Cruella de Vil das zu machen, was sie wirklich ist: ein Cruel Devil, ein grausamer Teufel.

Doch wie hat sich die Dame mit der Stinktierfrisur diese schlimme Zuschreibung verdient? Um an einen schicken Pelzmantel zu kommen, nimmt die fiese Fashionista kaltblütig in Kauf, dass Hundebabys das Fell abgezogen wird. Glücklicherweise kann Cruella ihren bösen Plan nicht verwirklichen und die Welpen bleiben am Leben.

Trotz ihrer übertriebenen Liebe für Pelz hat die dämonische Designerin viele Fans. Ihre extravaganten Auftritte machen mächtig Wirbel. Wenn sie in aufsehenerregender Garderobe aus ihrem feuerroten Bugatti steigt und dabei giftig-grüner Zigarettendunst ihr Haupt umweht, wirkt sie wie Coco Chanel mit zu viel Zucker im Espresso. Wie visionär ihr Stil war, zeigte sich vor ein paar Jahren: Als der Haartrend „Dip-Dye“ die Modeblogs und -magazine eroberte, schritten die Models plötzlich mit zweifarbiger Mähne über die Laufstege – im teuflischen Cruella-de-Vil-Look.

Die böse Königin aus Schneewittchen und die 7 Zwerge.
Mixt garantiert keinen Green Smoothie: die böse Königin in Schneewittchen und die 7 Zwerge (© Disney / Action Press).

Schöne Schurkin

Eine weitere höchst elegante Schurkin darf in dieser Riege dämonischer Disney-Damen natürlich nicht fehlen: die böse Königin aus dem Disney-Klassiker Schneewittchen und die sieben Zwerge. In ihrer Rolle als Urmutter aller Schurkinnen rangiert sie in der Hitliste berühmter Filmbösewichte ganz weit oben.

Im Vergleich zu anderen weiblichen Bösewichten agiert die frostige Schönheit äußerst kühl und berechnend. Weil sie nicht erträgt, dass Schneewittchen noch schöner und anmutiger ist als sie, möchte die böse Königin sie um die Ecke bringen. Dazu startet sie einen beispiellosen Rachefeldzug und zerstört ohne mit der Wimper zu zucken das Leben ihrer eigenen Stieftochter.

Dafür kriegt die schöne Schurkin am Ende ihr Fett weg. Doch weil Walt Disney ihre letzte Szene im Film als zu kinderunfreundlich erachtete, ließ er sie „nur“ von einer Klippe stürzen. Denn der Tyrannin war eigentlich ein viel grausameres Ende zugedacht: Sie sollte auf der Hochzeit von Schneewittchen und dem Prinzen so lange in glühenden Schuhen tanzen, bis sie tot umfällt.

Persischer Psychopath

Ähnlich wie die böse Königin verfolgt der düstere Dschafar im Film Aladdin seinen teuflischen Plan mit kühlem Pragmatismus. Der hagere Großwesir, dessen Aussehen einer Kobra ähnelt, sorgt mit seinem sarkastischen Humor und im Zusammenspiel mit Papagei Jago sogar für den ein oder anderen Schmunzler. Dennoch sollte das über eines nicht hinwegtäuschen: dass Dschafar ein skrupelloser Psychopath ist, der über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen.

Dschafar in Aladdin.
Noch grinst der Fiesling: Dschafar, Gegenspieler von Aladdin (© Disney / Action Press).

Denn der Bösewicht möchte den Thron an sich reißen. Dazu versucht er Prinzessin Jasmin mit Hypnose für sich zu gewinnen, um sie danach umzubringen. Aladdin gelingt es im Film, den Intriganten zu überlisten und seine Angebetete zu retten. Dschafar wird als Dschinni in die Lampe verbannt und in die Höhle der Wunder geworfen.

Was Dschafar unverwechselbar macht, ist sein dämonisches Lachen. Es wird an Bösartigkeit wohl nur von einem übertroffen: dem Joker. Kein schlechtes Kompliment für einen Disney-Schurken.

Düster versus aalglatt

Mit extravagantem Äußeren und düsterem Innenleben bilden Filmbösewichte den spannungsreichen Kontrast zu den aalglatten Protagonisten. Und seien wir ehrlich: Manch schnöseligem Märchenprinzen hat man schon einen richtig üblen Schurken an den Hals gewünscht, um ihm eine Lektion in Sachen Demut zu erteilen.

Manches Schurkenschicksal beweist: Selbst in Disney-Filmen ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Auch in Filmen für Kinder gibt es Dramen und Tragödien. Diese erschreckenden Szenen sind besonders schwer zu verdauen.

Im Gegensatz zu diesen Disney-Schurken ist Gru, der Boss der Minions, ziemlich sympathisch. Zum Start von Ich – Einfach unverbesserlich 3 hat Dominik Porschen in der Filmlounge die gesamte Filmreihe hier chronologisch zusammengefasst.

Diese Filme findet ihr als Video on Demand bei Videoload auf EntertainTV

Arielle, die Meerjungfrau
Der König der Löwen
101 Dalmatiner
Schneewittchen und die sieben Zwerge
Aladdin

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