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Warum Mystery-Serien wie DARK so erfolgreich sind

Die heile Welt beginnt zu bröckeln, dunkle Kräfte brechen in den Alltag ein, nichts scheint mehr sicher. Das Grauen – mitten unter uns. Das ist die unheimliche Welt, in die uns Mystery-Serien entführen. Mystery-Fans können sich freuen. Denn mit DARK gibt es nun eine neue Top-Serie, von der alle Folgen auf Netflix verfügbar sind.

Die Story: Zwei Kinder verschwinden, und die heile Welt in der Kleinstadt Winden gerät ins Wanken. Die Ermittlungen reichen zurück bis ins Jahr 1986 und offenbaren dunkle Geheimnisse bei allen Beteiligten. Welche das sind, erfahren Mystery-Fans ab sofort mit allen Episoden von DARK auf Netflix.

Hier ein kurzer Blick nach Winden, wo es ziemlich DARK zugeht:

Netflix-Streaming-Mitgliedschaft erforderlich.

Dass die Kombination aus Fantasy und Horror ein großes Publikum fasziniert, ist spätestens seit Akte X bekannt. Die Serie gilt als Mitbegründerin des Mystery-Genres. Lange war es still um Special Agent Fox Mulder und Dana Scully – doch plötzlich ist die Wahrheit um die sagenumwobenen X-Akten näher als je zuvor. Dass Akte X im nächsten Jahr fortgesetzt wird, belegt: rätselhafte Geschichten und mysteriöse Charaktere stehen zurzeit hoch im Kurs.

Eine Entwicklung, an der unter anderem David Lynch und Mark Frost maßgeblich beteiligt sind. Die Macher von Twin Peaks läuten ebenfalls eine zweite Runde ein: Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Erstausstrahlung wurde die bahnbrechende Mystery-Serie Twin Peaks im Mai fortgesetzt. Wie nicht anders zu erwarten: Lynch und Frost lösten bei Kritik und Fans Begeisterungsstürme aus. Neben den beiden Klassikern schlagen auch neue Formate wie Stranger Things oder Supernatural hohe Wellen und zählen zu den beliebtesten Serien, die derzeit laufen.

Szene aus „Twin Peaks".
Die Mutter aller Kleinstadtmystery-Szenarien: David Lynchs Kultserie "Twin Peaks" feierte 2017 ihr Comeback (© Sky / Showtime).
Szene aus „Supernatural".
Sam und Dean Winchester jagen bereits seit 13 Staffeln Geister, Dämonen und andere Monster in "Supernatural" (© Action Press).
Szene aus „Stranger Things".
Mystery mit Retrocharme: Die Serie "Stranger Things" schlug ein wie eine Bombe. Mittlerweile läuft die zweite Staffel (© Netflix).

Die Lust an der Angst

Warum sind Mystery-Serien so beliebt? Eine mögliche Antwort liefert die „Angstlust“. Was sich paradox anhört, ist unter Psychologen ein gängiger Begriff. In Mystery-Serien geht es meist um Kontrollverlust, die Furcht vor Fremden, Dunkelheit, Tod. Echte Urängste also. Die Reaktion des Körpers darauf ist evolutionär einprogrammiert: Er schüttet Stresshormone aus, wird in Alarmbereitschaft versetzt. Für unsere Vorfahren war diese Funktion lebenserhaltend. So konnten sie sich rechtzeitig vor dem Säbelzahntiger in Sicherheit bringen. Auf der Couch sind diese Gefahren natürlich nicht echt. Wenn uns der Schrecken in die Glieder fährt, ignoriert unser Hirn diese Tatsache jedoch für einen Moment. Mit der Erkenntnis, dass der Grusel doch inszeniert ist, kommt die Entspannung. Glückshormone fluten den Körper. Dieses Wechselspiel ist der Grund, weshalb Mystery-Serien so süchtig machen – und weshalb Serienjunkies nicht genug davon bekommen.

Szene aus „Akte X“.
Lösten Mitte der 90er-Jahre den Mystery-Boom aus: Die FBI-Agenten Fox Mulder (David Duchovny) und Dana Scully (Gillian Anderson) in "Akte X" (© Fox).

Die Freude am Rätselraten

Der Schrecken verbreitet sich in Mystery-Serien aber eher subtil. Blut fließt kaum, das können Horrorserien wie The Walking Dead besser. Zur besonderen Mystery-Stimmung gehört eher ein kaum greifbares Gefühl der Unsicherheit. Über weite Strecken tappen die Protagonisten im Dunkeln, angetrieben von ihrer Dauerparanoia. Bestes Beispiel dafür sind Mulder und Scully: Der Zweifel bleibt, selbst wenn die FBI-Agenten den Fall gelöst haben. Auch die Kultserie Lost ist ein einziges Mysterium: Die Rätsel werden meist gar nicht erst geknackt, sondern nur durch noch verworrenere abgelöst. Eine logische Erzählweise ist zweitrangig in Mystery-Serien, ebenso einfache Wahrheiten. Der Reiz besteht für den Zuschauer vielmehr darin, die vielen losen Enden und Anspielungen wie Puzzlestücke zu einem möglichst einheitlichen Ganzen zusammenzufügen.

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Albtraum Kleinstadt

Geht es nach Mystery-Serien, ist die Provinz der beste Nährboden für dunkle Mächte. Am liebsten nistet sich das Böse in stinklangweiligen Kleinstädten ein, die Hawkins (Stranger Things), Winden (DARK) oder Twin Peaks (Twin Peaks) heißen. Vor allem David Lynchs idyllisches Waldpanorama gilt als Mutter aller Kleinstadt-Mystery-Szenarien. Je gewöhnlicher das Umfeld, desto tiefer die Abgründe. Die beunruhigende Botschaft an den Zuschauer: Fühl dich nicht so sicher in deiner heilen Welt! Hier grenzt sich das Genre trotz einiger Überschneidungen auch deutlich von Science-Fiction ab: Die Handlung wird nicht wie in Star Trek: Discovery in fremde Welten verlegt, sondern könnte direkt im Haus nebenan spielen. Und im Falle von DARK ist das sogar wörtlich zu verstehen.

Film- und Serienfans, aufgepasst: Netflix ist auf EntertainTV verfügbar – mit den Media-Receivern 401 und 201. Weitere Infos gibt es hier:

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