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DARK: Mystery-Thriller mit Gänsehaut-Garantie

Die Story der ersten deutschen Netflix-Original-Serie DARK hält, was ihr Titel verspricht: sie ist düster – und ab jetzt bei Netflix zu sehen. Die Geschichte um das Verschwinden zweier Kinder in einer Kleinstadt spielt an dunklen, unheimlichen Orten. Im Zwielicht des Waldes und in verzweigten Höhlen, unter schwarzem Nachthimmel oder dunkelgrauen Regenwolken. Es geht um mysteriöse Ereignisse, die in der Vergangenheit liegen. Oder doch in der Zukunft? Die Zeitdimensionen verschwimmen in diesem packenden Mystery-Thriller, die erste Serie übrigens, die Netflix in Deutschland produziert.

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Die Handlung: Mysteriös und unheimlich

In der Kleinstadt Winden ist ein Jugendlicher verschwunden. Zwei Wochen schon sucht die Polizei nach Erik Obendorf, ohne auch nur auf eine Spur gestoßen zu sein. Eriks Eltern, ein Gelegenheitsarbeiter und dessen Frau, sind verzweifelt und beschuldigen die Ermittler, nicht intensiv genug nach ihrem Sohn zu suchen. Erik ist zuvor schon ein paar Mal weggelaufen und immer wieder aufgetaucht. Daher hält es Kommissar Nielsen für wahrscheinlich, dass der Junge auch diesmal unbeschadet zurückkehrt.

Szene aus "DARK".
Der Polizist Ulrich Nielsen und seine Frau (Oliver Masucci, Jördis Triebel) sorgen sich um ihren verschwundenen Sohn (© Netflix).

Dieser Glaube wird erschüttert, als ein weiterer Junge verschwindet – Nielsens eigener Sohn Mikkel. Er war abends mit der Clique seines älteren Bruders im Wald in der Nähe eines Kernkraftwerks unterwegs, als unheimliche Geräusche im Dunkeln die Gruppe in Panik versetzen und Mikkel dabei verloren geht. Zur Clique gehört auch Jonas, der nach dem Suizid seines Vaters Michael Kahnwald gerade erst wieder aus einer Therapie an die Schule zurückgekehrt ist.

Als die Leiche eines Jungen im Wald gefunden wird, denken alle, dass es sich um Mikkel handelt. Doch der Tote ist ein unbekannter Junge. Bei ihm finden die Ermittler einen Walkman aus den 80er-Jahren. Als sie die Kassette darin abspielen, ertönt das Lied „Irgendwo, irgendwie, irgendwann“ von Nena mit der Zeile „Im Sturz durch Raum und Zeit Richtung Unendlichkeit“.

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Die Erzählweise: Rätselhaft und undurchsichtig

Spielt DARK in der Vergangenheit, der Gegenwart oder etwa in der Zukunft? Um diese Frage dreht sich die Serie. Den passenden Ton dazu schlägt ein Zitat von Albert Einstein an, das zu Beginn der ersten Folge eingeblendet wird: „Der Unterschied zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist eine Illusion, wenn auch eine hartnäckige.“ Den Zuschauern wird schnell klar, dass die Serie, die im Jahr 2019 angesiedelt ist, mit genau dieser Illusion spielt.

Szene aus "DARK".
Wirklichkeit oder Einbildung: Jonas (Louis Hofmann) begegnet seinem toten Vater (© Netflix).

Die handelnden Personen sind nicht nur im Hier und Jetzt miteinander verbunden, sondern auch über die Grenzen der Zeitdimensionen hinweg. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beeinflussen wechselseitig das Schicksal der Menschen in einem ewigen Kreislauf – ein Motiv, das man in deutschen Serien bisher noch nicht gesehen hat. Überhaupt ist das Übernatürliche in hiesigen Produktionen für Film und Fernsehen eher unterrepräsentiert, während in den USA gleich eine ganze Serie – Supernatural – danach benannt ist.

Die Figuren: Vielschichtig und hintergründig

Erzählt wird die Geschichte von vier Familien in der Kleinstadt Winden. Großeltern, Eltern, Kinder, alle kennen einander – oder glauben das jedenfalls. Allerdings lastet auch ein Unglück auf der Stadt. Im Jahr 1986 ist Mads verschwunden, der Bruder des inzwischen zum Kommissar aufgestiegenen Ulrich Nielsen. Nun, 33 Jahre später, scheint sich die Geschichte mit seinem Sohn Mikkel zu wiederholen. Nielsen ist mit der Schuldirektorin Katharina verheiratet, hat aber ein Verhältnis mit Hannah Kahnwald, deren Mann Michael sich am Anfang der Serie das Leben nimmt.

Szene aus "DARK".
Jonas (Louis Hofmann) versucht, auf eigene Faust das Rätsel um die verschwundenen Teenager zu lösen (© Netflix).

Beider Sohn Jonas ist durch den Suizid des Vaters psychisch angeschlagen und findet erst mithilfe seines besten Kumpels Bartosz wieder Anschluss an seine Mitschüler. Bartosz wiederum ist der Sohn der verschuldeten Hotelbetreiberin Regina Tiedemann, die das Verschwinden der Kinder aus Geschäftsgründen herunterspielen möchte. Das alles klingt komplizierter, als es ist: Denn zum einen lässt sich die Serie ausreichend Zeit, die Figuren einzuführen und das Beziehungsgeflecht zwischen ihnen aufzufächern. Zum anderen gelingt es ihr, eine Situation mit zwei, drei Schnitten nachvollziehbar aufzulösen.

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Der Cast: Profis und Newcomer

Die Besetzungsliste von DARK ist gefüllt mit bekannten Gesichtern und ebensolchen Namen. Den Polizisten Nielsen, dessen Bruder und Sohn verschwinden, spielt Oliver Masucci. Zuletzt glänzte er als Hitler in Er ist wieder da. Seine Frau verkörpert Jördis Triebel, die in den vergangenen Jahren in unzähligen Fernsehrollen (Terror – Ihr Urteil, Tatort, Rosa Roth) zu sehen war. Das Gleiche gilt für Karoline Eichhorn als Nielsens Kollegin Charlotte und den einstigen Bond-Bösewicht Anatole Taubman sowie für Mark Waschke, einen aktuellen Tatort-Kommissar.

Walter Kreye (Der Alte) tritt als geheimnisvoller Vater von Ulrich Nielsen auf. Die Mimen Michael Mendl und Angela Winkler glänzen in Nebenrollen. Hervorheben muss man die Riege der jungen Schauspieler von Louis Hofmann (Jonas) und Moritz Jahn (Mikkels Bruder) über Paul Lux (Jonas’ Freund Bartosz) bis hin zu Lisa Vicari (Mikkels Schwester) und Daan Lennard Liebrenz (Mikkel).

Die Macher von "DARK".
Baran bo Odar (Regie) und Jantje Friese (Buch) haben "DARK" erschaffen. (© Getty Images).

Die Crew: Eingespielt und erfolgreich

Regie bei allen zehn Folgen führte Baran bo Odar, Jantje Friese hat die Drehbücher verfasst. Die beiden sind ein eingespieltes Team: 2014 haben sie gemeinsam den preisgekrönten Film Who Am I – Kein System ist sicher mit Tom Schilling und Elyas M’Barek gedreht. Von Baran bo Odar kam 2017 auch schon der Drogenthriller Sleepless mit Jamie Foxx ins Kino. Auch mit Kameramann Nikolaus Summerer und dem Musikkomponisten Michael Kamm hat Odar schon bei vorherigen Projekten zusammengearbeitet. Produziert wurde DARK von den Oscar-Preisträgern Quirin Berg und Max Wiedemann (Das Leben der Anderen).

Angeberwissen zu DARK

1. Die Dreharbeiten für die zehn Folgen fanden zwischen Oktober 2016 und März 2017 in Berlin und Umgebung statt und dauerten 150 Tage. Um möglichst effizient zu arbeiten, ließ Baran bo Odar alle Szenen, die an einem Ort spielen, nacheinander abdrehen, gleichgültig ob sie in der ersten, siebten oder zehnten Staffel zu sehen sind.

2. Netflix hatte sich eigentlich eine Hacker-Serie nach dem Vorbild des Films Who Am I gewünscht. Doch Baran bo Odar und Jantje Friese wollten sich nicht noch einmal mit einem Cyber-Thriller befassen und legten Netflix ein paar neue Vorschläge auf den Tisch. DARK machte schließlich das Rennen.

3. In DARK fällt sehr viel Regen. Wirklich viel Regen. Das hat vor allem den Schauspielern einiges abverlangt. Hauptdarsteller Louis Hofmann fasste die Strapazen in einem Interview einmal so zusammen: „Wir waren fast immer draußen, es war kalt, und wir wurden nass.“ Er verriet auch, dass, wenn es nach Regisseur Odar gegangen wäre, es die ganze Serie über geregnet hätte. So weit ist es dann doch nicht gekommen.

Film- und Serienfans, aufgepasst: Netflix ist auf EntertainTV verfügbar – mit den Media-Receivern 401 und 201. Weitere Infos gibt es hier:

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