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Hollywood next door: Diese Filme wurden in Deutschland gedreht

Berühmte Blockbuster mit Weltstars in den Hauptrollen entstehen nicht immer in der kalifornischen Traumfabrik Hollywood. Ganz im Gegenteil: Deutsche Städte stehen bei internationalen Regisseuren als Drehorte hoch im Kurs. Vor allem die sächsische Kleinstadt Görlitz hat es den Filmemachern angetan. Der Ort an der deutsch-polnischen Grenze trägt mittlerweile sogar den Spitznamen Görliwood.

Grafik zu Deutschen Drehorten.

Warum lieben Regisseure deutsche Drehorte?

Das hat wohl zwei ausschlaggebende Gründe: Zum einen lieben Filmemacher deutsche Städte für ihre einzigartige Architektur. Malerische Altstädte, historische Gebäude und geschichtsträchtige Bauten gibt es in Deutschland immerhin im Überfluss. Neben Görlitz steht vor allem Berlin oder der eine oder andere Drehort in Bayern auf der Hitliste der Regisseure ganz weit oben. Bauwerke aus der Nazizeit sind besonders beliebte Schauplätze für Hollywood-Produktionen. Deutschland als Drehort hat aber auch noch einen weiteren, nicht zu verachtenden Vorteil. Filmfördergelder werden hierzulande gerne großzügig vergeben, einzige Bedingung: Ein Teil der Dreharbeiten oder Postproduktion muss dann in Deutschland stattfinden. Aus diesem Grund entstand zum Beispiel auch Quentin Tarantinos Inglourious Basterds hier. Schlappe 6,8 Millionen Euro ließ der Deutsche Filmförderfonds dafür springen.

Von Norden nach Süden: eine Übersicht, welche Hollywood-Blockbuster sonst noch in Good old Germany gedreht wurden.

Szene aus „Die Tribute von Panem: Mockingjay“.
Jennifer Lawrence reiste für die Dreharbeiten nach Berlin (© Studiocanal).

Berlin: Die Tribute von Panem: Mockingjay 1+2

Gleich mehrere Schauplätze in der deutschen Hauptstadt dienten als Drehorte für die Blockbuster aus der Reihe Die Tribute von Panem. Vor allem auf ein verlassenes Heizkraftwerk im Stadtteil Mitte hatten es die Produzenten abgesehen. Hier wurden unter anderem die Szenen gedreht, in denen Katniss (Jennifer Lawrence) und Gale (Liam Hemsworth) neue Waffen ausprobieren. Eine weitere wichtige Filmkulisse: der ehemalige Berliner Flughafen Tempelhof. Dort entstanden die Szenen aus dem Rebellenlager in Distrikt 2. Und auch die Unterführung am Berliner Messedamm spielte eine Hauptrolle in Die Tribute von Panem. Der orange gekachelte Durchgang war bei einer Verfolgungsjagd im Untergrund des Kapitols im Kino zu sehen.

Szene aus „Die Bourne Verschwörung“.
Matt Damon am Ostbahnhof in Berlin-Friedrichshain (© Universal Pictures).

Berlin: Die Bourne Verschwörung

Die Handlung des Actions-Thrillers Die Bourne Verschwörung führt durch halb Europa. Gedreht wurde aber nur teilweise auch dort, wo die Geschichte spielt. Die Szenen in einem Berliner Hotel wurden tatsächlich im hier ansässigen Westin Grand Berlin geshootet. Danach verschwimmen die geografischen Grenzen aber schon wieder: Den Moskauer Flughafen verlegten die Produzenten im Film kurzerhand an den Berliner ICC. Auch eine Szene aus Neapel entstand am Berliner Messegelände. Außerdem diente die deutsche Hauptstadt als Drehort für Aufnahmen aus Amsterdam.

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Szene aus „The First Avenger: Civil War“.
Superhelden-Power mit Captain America am Leipziger Flughafen (© Disney).

Leipzig: The First Avenger: Civil War

In diesem Marvel-Streifen aus dem Jahr 2016 geraten Iron Man (Robert Downey junior) und Captain America (Chris Evans) heftig aneinander. Wie es sich für das Superhelden-Genre gehört, kracht es mithilfe von Special Effects an allen Ecken – unter anderem am Flughafen Halle/Leipzig. Für ganze 20 der insgesamt 148 Filmminuten diente der Flughafen als Filmset. Die Entscheidung für diesen Drehort fiel allerdings nicht ganz zufällig: 350.000 Euro sackten die Produzenten dafür von der Mitteldeutschen Filmförderung ein.


Szene aus „Grand Budapest Hotel“.
Das Grand Budapest Hotel ist in Wirklichkeit ein altes Kaufhaus in Görlitz (© 20th. Century Fox).

Görlitz: Grand Budapest Hotel

Hier ist sie endlich: die von Hollywood-Regisseuren so geliebte deutsche Stadt Görlitz. Unter anderem entstand dort auch das Oscar-prämierte Meisterwerk Grand Budapest Hotel aus dem Jahr 2014. Gedreht wurde zum Beispiel im Görlitzer Warenhaus, das als Kulisse für das Hotel diente, sowie in der Stadthalle und dem historischen Freisebad. Drei Monate lang lebte und arbeitete die gesamte Crew rund um die Stars Adrien Brody, Tilda Swinton und Jude Law für die Dreharbeiten in dem kleinen Örtchen an der Neiße.



Szene aus „Die Bücherdiebin“.
Diese Szene aus „Die Bücherdiebin“ entstand auf dem Görlitzer Untermarkt (© 20th. Century Fox).

Görlitz: Die Bücherdiebin

Und weiter geht’s in der sächsischen Provinz: Denn direkt nachdem die letzte Szene für Grand Budapest Hotel in Görlitz abgedreht war, starteten die Dreharbeiten für die Romanverfilmung von Markus Zusaks Die Bücherdiebin. Unter anderem wurde der Film, der während der Nazi-Zeit spielt, im Görlitzer Bahnhof und auf dem Marktplatz, dem sogenannten Untermarkt, gedreht. Auf dem Marktplatz entstand zum Beispiel die Szene mit der Bücherverbrennung. Viele weitere Sequenzen für Die Bücherdiebin wurden in den berühmten Filmstudios in Potsdam-Babelsberg geshootet.

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Szene aus „Die fabelhafte Welt der Amélie“.
Frankreich in der Domstadt: „Die fabelhafte Welt der Amélie“ wurde teilweise in Köln gedreht (© Paramount).

Köln: Die fabelhafte Welt der Amélie

Ja, richtig gehört! Dieser durch und durch französische Film wurde nicht nur in Paris, sondern tatsächlich auch in Köln geshootet. Der Grund? Die fabelhafte Welt der Amélie entstand mithilfe von Fördergeldern der Filmstiftung NRW. Viele Innenaufnahmen, zum Beispiel auch jene aus Amélies Wohnung, wurden deshalb in den Filmstudios des Kölner Coloneums gedreht. Die Außenaufnahmen entstanden wiederum tatsächlich in Paris. An Amélies Wohnung kann man nämlich vorbeischlendern. Sie befindet sich im wunderschönen Stadtteil Montmartre in der Rue des Trois Frères.

 

Szene aus „Der Name der Rose“.
Das Kloster aus „Der Name der Rose“ steht eigentlich im Rheingau (© Studiocanal).

Eberbach im Rheingau: Der Name der Rose

Der Name der Rose ist einer dieser Filme, in denen die Kulisse fast so wichtig ist wie die eigentliche Handlung. Produzent Bernd Eichinger machte sich die Entscheidung für den richtigen Drehort daher nicht leicht: Mehr als 300 Klöster waren damals im Rennen. Letztendlich entschied er sich für das historische Zisterzienserkloster Eberbach nahe Wiesbaden. Alle Innenaufnahmen des Films mit Sean Connery entstanden hier. Das Kloster erlangte durch das erfolgreiche Filmdrama überraschende Berühmtheit, sodass man heute sogar Filmtouren durch das alte Gemäuer buchen kann.

Szene aus „Charlie und die Schokoladenfabrik “.
Die Szenen mit der deutschen Familie drehte Tim Burton im Schwarzwald (© ActionPress).

Gengenbach im Schwarzwald: Charlie und die Schokoladenfabrik

2005 rückte das 10.000-Einwohner-Dorf Gengenbach ins Hollywood-Rampenlicht. In dem charmant durchgedrehten Film Charlie und die Schokoladenfabrik mit Johnny Depp ist das kleine Örtchen nämlich in der Sequenz zu sehen, in der das deutsche Gewinnerkind der goldenen Eintrittskarte erstmals auftritt. Im Untertitel steht allerdings „Düsseldorf, Germany“. Doch es wird noch kurioser: In der deutschen Synchronfassung des Films ist an dieser Stelle außerdem ein bayerischer Dialekt zu hören. Trotz geografischer Verwirrung: Regisseur Tim Burton war von Anfang an verliebt in Gengenbach. Es sei „das perfekte kleine Dorf“.

Szene aus „Das Parfum“.
Ben Whishaw stand für „Das Parfum“ auch in München vor der Kamera (© Constantin Film).

München: Das Parfum

Noch ein Film, der eigentlich in Frankreich spielt, aber nur zum Teil auch dort gedreht wurde. Patrick Süßkinds Romanadaption handelt von einem jungen Mann mit einem besonderen Geruchssinn, der in der südfranzösischen Provence zum Mörder mutiert. Schauplatz für die Dreharbeiten der schaurig-schönen Geschichte war aber nicht nur das Städtchen Grasse in Frankreich, sondern auch München. Auf dem Gelände der Bavaria Film wurde sowohl geshootet als auch viel Zeit in die Postproduktion gesteckt.



Szene aus „Snowden“.
Die Dreharbeiten zu „Snowden“ wurden nach München verlegt (© Universum).

München: Snowden

Die Location Scouts des Films über den amerikanischen Whistleblower Edward Snowden wurden 2015 in Bayern fündig. Das Filmset für die Zentrale des Geheimdienstes NSA schlugen die Produzenten im Münchner Olympiastadion auf. Als Drehort für die Büroräume der CIA diente die Alte Post in der bayerischen Hauptstadt. Ausgerechnet Bayern als Kulisse für den Film mit amerikanischem Thema zu wählen, hatte zwei Ursachen. Zum einen lehnten Produktionsfirmen aus den USA das Drehbuch kategorisch ab. In München fanden die Macher schließlich nicht nur geeignete Drehorte, sondern kassierten auch insgesamt 1,6 Millionen Euro vom FilmFernsehFonds Bayern für die Filmproduktion.

Diese Filme findet ihr als Video on Demand bei Videoload auf EntertainTV

Die Tribute von Panem: Mockingjay 1+2
Die Bourne Verschwörung
The First Avenger: Civil War
Grand Budapest Hotel
Die Bücherdiebin
Die fabelhafte Welt der Amélie
Der Name der Rose
Charlie und die Schokoladenfabrik
Snowden

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