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Viren-Alarm: Epidemie-Filme im Faktencheck

Winterzeit ist Virenzeit. Ob ausgewachsene Grippe, Magen-Darm oder die einfache Erkältung zum Mitnehmen – kaum jemand kommt bei den sinkenden Temperaturen drum herum, ein paar Tage flachzuliegen. Und niemand ist gern krank. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Epidemie-Filme eine gewisse Faszination ausstrahlen. Viren sind unsichtbare Gegner und haben oft existenzielle Macht – zumindest im Film. Aber auch in der realen Welt haben bereits viele schwerwiegende Epidemien gewütet und Angst und Schrecken verbreitet. Wir haben uns extra für euch in Schutzkleidung geworfen und einen genaueren Blick auf einige der bekanntesten Viren-Filme geworfen. Denn wir wollten herausfinden, welche Kino-Epidemien auch real eine Bedrohung sein können und welche schlichtweg Hollywoods Zauberfabriken entstiegen sind. Zieht euch warm an!

© Warner Home Video

1. I Am Legend (2007)

Vor der Kulisse eines dystopischen New Yorks kämpft der tapfere Virologe Lt. Colonel Dr. Robert Neville – besser bekannt als Will Smith – als Einzelkämpfer gegen ein Super-Virus, das einem Wunderheilmittel gegen Krebs entsprungen ist. Dieses wiederum wurde aus einem mutierten Masern-Virus gewonnen. Verwirrt? Na gut – zu den Fakten: Der erschreckend geringe Teil der überlebenden Erdbevölkerung ist entweder zu aggressiven und getriebenen Kreaturen geworden, die bei Nacht auf die Jagd gehen oder er ist noch gesund und versteckt sich vor den Erstgenannten. Neville gehört zu den Immunen und arbeitet fieberhaft und unter ständiger Bedrohung an einem Gegenmittel. Zwar haben wir es in I Am Legend mit einigen realen Umständen zu tun (New York City kann wirklich sehr düster sein), aber das sogenannte Krippin-Virus ist keines, das uns diesen Winter überfallen wird ... oder?!

© 2016 CONCORDE Filmverleih GmbH

2. 12 Monkeys (1995)

James Cole (Bruce Willis) gehört zum letzten Prozent der Überlebenden auf oder besser gesagt unter der Erde, nachdem eine schwere Virus-Epidemie den gesamten Rest des Planeten ausgelöscht hat. Ort des Geschehens ist Philadelphia im Jahr 2035. Im unterirdischen Ausnahmezustand forscht man an einem Gegenmittel gegen den tödlichen Erreger. Um dabei mit anzupacken, begibt sich Cole auf eine Reise quer durch die Zeit, trifft in einer geschlossenen Anstalt auf Jeffrey Goines – gespielt von Brad Pitt –, wird im Ersten Weltkrieg verwundet und stößt auf die Armee der 12 Monkeys. Fazit: Nein, nein, nein – dieses Virus ist bislang (Gott sei Dank) noch nicht auf die Erde niedergegangen – das hätten wir schon mitbekommen. Aber zumindest Brad Pitt und Bruce Willis haben diesem Science-Fiction-Klassiker von Terry Gilliam zu großer Viralität verholfen: Für beide Hollywood-Größen markiert 12 Monkeys den Durchbruch als Charakterdarsteller. Nicht genug von der Armee der 12 Monkeys bekommen? Inzwischen gibt es sogar eine 12-Monkeys-Serie. Ist also doch was dran?

© Warner Home Video

3. Contagion (2011)

Höchst ansteckend geht es auch in Contagion zu: Der Film erzählt von der länderübergreifenden Verbreitung eines tödlichen Erregers in Zeiten der globalen Vernetzung. Regisseur Steven Soderbergh thematisiert nicht nur den eigentlichen Erreger als Gefahr, sondern auch die Rolle von Medien als wirksame Distributoren von Panik. Die Pandemie (globale Verbreitung) im Film weist klare Parallelen zur realen Ausbreitung des SARS-Virus in den Jahren 2002 und 2003 auf. Der Verteilungspunkt des Erregers wird in beiden Fällen in Hongkong verortet, wo sich verschiedene Menschen, im Film unter anderem Gwyneth Paltrow, infizieren und das Virus jeweils über die chinesischen Staatsgrenzen in die Welt hinaustragen. Sowohl im Film wie in der Realität wurde bzw. wird die Verbreitungsgeschichte rekonstruiert. Der Film geht einen Schritt weiter und lässt vor unseren Augen die Zivilgesellschaft – wie wir sie kennen – kollabieren. Trotz der plausiblen Darstellung der Ausbreitung und ihrer Konsequenzen durch die Darsteller Matt Damon, Jude Law, Kate Winslet und Bryan Cranston outet sich Contagion jedoch ganz klar als Hollywood-Fiktion, wenn man den irrsinnigen Entscheidungen der offiziellen Organe im Film etwas Aufmerksamkeit schenkt.

© Senator Film GmbH

4. Perfect Sense (2011)

Um Dramatik zu entfachen, müssen Epidemie-Filme nicht zwangsläufig bombastische Bilder und Mutanten ins Feld führen, die die Erde heimsuchen. Der Beweis ist David Mackenzies Film Perfect Sense. Ohne Spezialeffekte zeigt er, wie die Menschheit von einer Seuche befallen wird, die ihr sprichwörtlich die Sinne raubt. Durch die Liebesgeschichte zwischen Michael (Ewan McGregor) und Susan (Eva Green) werden wir Zeuge, wie ein Virus zwischenmenschliche Beziehungen angreift. Das Science-Fiction-Drama veranschaulicht einfühlsam, wie sehr Menschen sich in Ausnahmesituationen anpassen können, um das zu erhalten, was wirklich zählt: Liebe und Zusammenhalt.





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5. Children of Men (2006)

Stellen wir uns vor, wir wären nicht mehr in der Lage, uns fortzupflanzen – wegen einer weltweiten Seuche. Dann gäbe es keine Zukunft mehr. Regisseur Alfonso Cuarón nimmt uns mit in eine düstere Vision, in der sich angesichts des nahenden Untergangs Anarchie, Umweltzerstörung und Krieg wie Geschwüre ausbreiten. Wie durch ein Wunder betritt eine Schwangere dieses Szenario und soll unter größter Gefahr an einen sicheren Ort gebracht werden, damit Wissenschaftler sie als letzte Überlebenschance der Menschheit analysieren können. Statt der kollektiven Hoffnung den Weg frei zu machen, wird sie mitsamt ihrem Begleiter Theo Faron, verkörpert von Clive Owen, durch das gesellschaftliche Spannungsfeld gejagt. Das Virus in Children of Men mag fiktiver Natur sein – aus der Geschichte, die der Film zeigt, spricht jedoch die wohlbekannte Sprache unserer Zeit. Gegenwärtige gesellschaftliche Konflikte eskalieren in diesem dystopischen Thriller. Als Zuschauer macht sich hier der Eindruck breit, dass nicht in erster Linie die Epidemie den Menschen bedroht, sondern der Umgang mit seinesgleichen.

Prickelnde Momente statt Endzeitstimmung

Soll es lieber prickeln statt kribbeln beim Filmabend? Dann heizt euch ein – mit unseren Hot Sets – den heißesten Filmen von 50 Shades bis Basic Instinct.

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