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Faszination Skispringen: Der Traum vom Fliegen

Sequenz eines Skispringers

Der Traum vom Fliegen

Ihr kennt den Spruch: Wenn Gott gewollt hätte, dass wir fliegen, hätte er uns Flügel gegeben. Skispringer sind da anderer Meinung: Sie schnallen sich Skier unter die Füße, stürzen sich steile Schanzen hinab und segeln schwerelos ins Nichts. Das kommt dem Fliegen schon sehr nahe – selbst ohne Flügel.
Die Zuschauer sind fasziniert. Sie bewundern den Mut der Skispringer und ihre Kunst, auf zwei Brettern durch die Luft zu segeln. Höhepunkt der Wintersportsaison ist die Vierschanzentournee: Seit 1953 zieht sie jedes Jahr Millionen Fans in ihren Bann. Alle fiebern vor den Fernsehern mit, wenn die „Adler der Lüfte“ Rekorde jagen und in Weiten segeln, die noch vor wenigen Jahren als unvorstellbar galten.

Nervenstarke Grenzgänger

Doch es ist nicht nur der Sport, der uns fesselt. Auch die Sportler selbst entflammen die Herzen. Denn Skispringen ist seit jeher ein Sammelbecken für skurrile Typen und Grenzgänger, die ein Leben abseits der Norm führen.
Erinnert ihr euch an „Eddie the Eagle“? Spätestens seit der Verfilmung seines Lebens sollte der kurzsichtige Junge mit den beschlagenen Brillengläsern, der es als erster Springer Großbritanniens zu den Olympischen Spielen schaffte, allen ein Begriff sein. Unvergessen auch die Ära der lila Schoko-Mützen um Sven Hannawald und Martin Schmitt, deren Sprünge in hysterischem Mädchen-Gekreische untergingen. Auch der fliegende Finne Janne Ahonen darf nicht unerwähnt bleiben: Am Boden unnahbar, in der Luft unschlagbar wechselt der „Königsadler“ im Sommer zum Ausgleich die Sportart und rast in Dragster-Boliden um die Wette. Persönlicher Geschwindigkeitsrekord: 512 km/h.

Eddie the Eagle © 20th Century Fox
Eddie the Eagle
Eddie the Eagle © 20th Century Fox
Eddie the Eagle
Eddie the Eagle © 20th Century Fox
Eddie the Eagle © 20th Century Fox
Eddie the Eagle
Eddie the Eagle © 20th Century Fox
Eddie the Eagle
Eddie the Eagle © 20th Century Fox

Die Gefahr fliegt mit

Doch bei aller Faszination für die Draufgänger: Man darf nicht vergessen, dass Skispringen ein Risikosport ist. Jeder Sprung von der Schanze kommt einer Gratwanderung gleich. Eine Spur zu viel Wagnis und aus dem Überflieger wird ein Bruchpilot – mit oftmals schlimmen Folgen. Gerade die Beschleunigung in der Anlaufspur und die Landung aus großer Höhe verlangen dem Athleten alles ab: Sein Körper muss leicht genug sein, um weit zu fliegen, aber doch stark genug, um der enormen Belastung standzuhalten. Ein Drahtseilakt. In der Luft hingegen ist der Springer den Witterungsbedingungen oft hilflos ausgeliefert: Windböen sind gefährliche Begleiter und bringen ihn leicht aus dem Gleichgewicht.
Und doch: Die meisten von uns haben sich so sehr an das jährliche Schnee-Spektakel mit all seinem Rummel gewöhnt, dass uns gar nicht mehr auffällt, welche irren Leistungen die Sportler vollbringen.

5 Skisprung-Fakten, die euch garantiert überraschen

Wenn ihr also das nächste Mal im Treppenhaus unbeobachtet die letzten beiden Stufen runterhopst, um mit wackligen Knien eine Telemark-Landung hinzulegen  – denkt an diese atemberaubenden Leistungen der Skispringer, die wir für euch zusammengetragen haben:

Fakt 1: Zweimal über den Ärmelkanal

Weltcup-Springer absolvieren bis zu 800 Sprünge im Jahr. Bei einer durchschnittlichen Sprungweite von 120 Metern sind das 84 Kilometer, die die Sportler jährlich in der Luft zurücklegen. Damit könnten sie den Ärmelkanal zwischen Großbritannien und Frankreich überqueren – und sogar wieder zurückfliegen.

Skispringer könnten im Jahr zweimal über den Ärmelkanal fliegen

Fakt 2: Höher als der Kölner Dom

In Vikersund, 80 Kilometer südlich von Oslo, steht der „Monster-Bakken“: die größte Schanze der Welt. Der Hillsize (HS), also die Distanz zwischen Schanzentisch und Aufsprunghang, beträgt 225 Meter. Das Bauwerk würde damit den Kölner Dom (157 Meter) überragen und ist über viermal so hoch wie das Kolosseum in Rom (48 Meter).

Die höchste Schanze der Welt ist höher als der Kölner Dom

Fakt 3: Über zweieinhalb Fußballfelder

Der bis dato weiteste Sprung gelang dem Norweger Anders Fannemel, der am 15. Februar 2015 251,5 Meter weit flog. Damit könnte er zweieinhalb Bundesliga-Spielfelder der Länge nach überfliegen.

Der weiteste Skisprung ist weiter als 2,5 Fußballfelder

Fakt 4: Schneller als ein Sportwagen

Auf den größten Schanzen der Welt beschleunigen die Springer in nur 4 Sekunden auf bis zu 105 km/h. Zum Vergleich: Ein Porsche Carrera mit 370 PS benötigt ganze 4,6 Sekunden, um die 100 km/h zu erreichen. Bei der Landung sind die Springer bis zu 140 km/h schnell – und damit über der Richtgeschwindigkeit deutscher Autobahnen.

Skispringer beschleunigen schneller als Sportwagen

Fakt 5: Größere Belastung als bei einem Raketenstart

Der Sprung verlangt dem Körper alles ab: Der Puls jagt auf 180 hoch, der Adrenalinausstoß wird verfünffacht. Bei der Landung wirken Schwerkräfte von bis zu 5g auf den Springer. Astronauten erfahren beim Start hingegen „nur“ drei- bis vierfache Schwerkraft.

Höhere Schwerkraft als bei einem Astronaut

Das Schnee-Spektakel bei EntertainTV

Wintersportfans sind bei EntertainTV bestens aufgehoben. Dank HD sitzt ihr bei allen Events in der ersten Reihe – ohne dabei kalte Füße zu bekommen.

Lust auf einen gemütlichen Filmabend im Warmen? Die Story über den englischen Überflieger „Eddie the Eagle“ findet ihr hier bei Videoload.

Wusstet Ihr, dass Fernsehen mit EntertainTV zum Highlight wird? Das Video Magazin testete verschiedene Streaming Dienste und fand, wie viele EntertainTV Nutzer auch, an der dynamischen Navigation und der Restart-Funktion gefallen. Damit verläuft der Wechsel zwischen Fernsehprogramm und Streaming Angebot fließend. Zudem beginnen nun alle Sendungen erst, wenn ihr es wollt. Mit dem Testurteil sehr gut erhielt auch die EntertainTV-App viel Lob.

Und wenn ihr eher auf Kampf- statt auf Wintersport steht: Wir haben die besten Fight-Filme für euch zusammengestellt – samt Sofa-Workout.

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