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Guy Ritchie: Ein Mann für alle Genres

Die aufreibende Ehe mit Popdiva Madonna ist gefloppt und der emotionale Streit um das Sorgerecht für den rebellischen Sohn Rocco Ritchie zu seinen Gunsten beendet. Starregisseur Guy Ritchie lieferte der Klatschpresse in den vergangenen Monaten viel Stoff aus seinem Privatleben. Deutlich gehaltvoller als die privaten Höhen und Tiefen ist seine Karriere als Filmschaffender – zumal der Regisseur am 11. Mai King Arthur – Legend of the Sword als Fantasy-Abenteuer in die Kinos bringt.

Hier der Trailer als Vorgeschmack:

© Warner Bros.

Er überzeugte bereits mit Filmen wie Bube, Dame, König, grAS oder Sherlock Holmes, dementsprechend hoch ist die Erwartungshaltung an den neuen Film des Briten. Schließlich beherrscht der smarte Regisseur seine Werkzeuge genauso gut wie seine Schauspieler die Waffen. Und Waffen spielen immer eine große Rolle in seinen Filmen – so auch wieder bei der Verfilmung der berühmten Saga um das Schwert Excalibur

Aber nun erst mal der Reihe nach ...

Filmplakat von Bube, Dame, König, grAS.
Guy Ritchies erster Gangsterfilm: Bube, Dame, König, grAS (© Universal Pictures).

Mit Pistolen durch die Unterwelt

Bube, Dame, König, grAS war Ritchies erster Gangsterfilm, bildete 1998 den Grundstein für seine steile Karriere und wurde gleichzeitig zu seinem Markenzeichen: skurrile Typen drehen krumme Dinger und ballern mit Knarren herum. Der Film handelt von Eddy, Tom, Bacon und Soap. Die Freunde sind ein eingespieltes Team, wenn es darum geht, mit kleinkriminellen Machenschaften ihren Lebensunterhalt aufzubessern. Jetzt soll die Kasse aber mal so richtig klingeln: Sie wollen Gangsterboss Harry Lonsdale bei einer illegalen Pokerrunde über den Tisch ziehen. Eddy, Tom, Bacon und Soap kratzen 100.000 Pfund zusammen und glauben, einen gewieften Plan zu haben. Doch Lonsdale ist nicht von ungefähr der Boss der hiesigen Gangsterszene und zieht die Fäden nach Belieben. So kommt es im Film anders als geplant und die vier Freunde verlassen den Pokertisch mit einer halben Millionen Pfund Schulden. Um das Geld aufzutreiben, plant das chaotische Quartett einen spektakulären Raub, bei dem die vier Kumpels eine große Menge Marihuana klauen. Der Coup gelingt, jedoch sitzen den Vieren jetzt ein Schuldeneintreiber und ein ganzes Killerkommando im Nacken.

Regisseur Guy Ritchie.
Starregisseur Guy Ritchie (© Getty Images).

Guy Ritchies Vorliebe für Ganoven und Pistolen hat auch in seinem zweiten Film Snatch – Schweine und Diamanten einen prominenten Platz. Mit Brad Pitt als einem der Hauptdarsteller verfolgen die Charaktere ähnliche Ideen und Motive wie in Bube, Dame, König, grAS. Erneut dreht sich alles um einen Raubzug, diesmal ist es ein Diamant. Der Film Snatch – Schweine und Diamanten erzählt eine Story rund um Gangster, Intrigen und dubiose Deals. Das heißt also: Guy Ritchie bleibt im Jahr 2000 seinem Stil treu und setzt seine Erfolgsgeschichte fort. 
2009 zücken Ganoven im Film Rock N Rolla erneut die Knarren: Mit ihrer Hilfe sollen sieben Millionen Pfund gemopst werden. Im Mittelpunkt der Handlung steht Gauner Lenny Cole, der das Londoner Baugewerbe mit allen Tricks beherrscht. Für einen Tauschhandel verbündet sich Cole mit dem russischen Milliardär Uri Omovich. Er zahlt sieben Millionen Pfund, um eine Baugenehmigung zu erhalten. Das Geld kommt allerdings nicht beim Empfänger an – der Film nimmt seinen Lauf und die Probleme ebenso.
Mit dem Film Codename U.N.C.L.E. hat Guy Ritchie seine Gangstergeschichten um eine Komponente weiterentwickelt: Mit den 2015 gedrehten Szenen nimmt er sein Publikum mit in die Vergangenheit. Genau genommen in die 1960er-Jahre. Mitten im Kalten Krieg sind USA und Sowjetunion zur Zusammenarbeit gezwungen: Ein CIA-Agent und ein KGB-Spion kämpfen gemeinsam gegen eine dritte Großmacht. Die Idee beruht auf der Serie Solo für O.N.C.E.L aus den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Filmplakat von Sherlock Holmes – Spiel im Schatten.
Perfektes Duo: Robert Downey jr. und Jude Law in Sherlock Holmes – Spiel im Schatten (© Warner Bros.).

Mit der Lupe auf Gangsterjagd

Für seine Adaption der Sherlock-Holmes-Detektivromane beschäftigt sich Ritchie nach wie vor mit Londons Bösewichten. Allerdings tauscht er geladene Pistolen gegen das scharfsinnige Auge von Sherlock Holmes, gespielt von Robert Downey jr. Wie durch eine Lupe erkennt der Detektiv jedes kleine Merkmal seines Feindes und findet so dessen Schwachstellen. In der Ritchie-Verfilmung zeigt sich Sherlock Holmes von einer neuen Seite: gebildet, athletisch und draufgängerisch. Er scheut keinen Kampf und gewinnt ihn auch zumeist. Im Prinzip nichts Neues für Robert Downey jr., hat er doch 2008 eine ähnliche Rolle als Iron Man gespielt. Im ersten Sherlock-Holmes-Film (2009) stehen der Meisterdetektiv und sein Partner Dr. Watson (Jude Law) ihrem neuen Erzfeind Lord Blackwood gegenüber, der sich dunkler Magie bedient. Um ihn aufzuhalten und das Land vor dem Untergang zu bewahren, muss das Detektiv-Duo knifflige Rätsel lösen. Handelt es sich bei diesem Fall um gut inszenierte Scharlatanerie oder sind hier wirklich übernatürliche Mächte am Werk?

Auch Sherlock Holmes – Spiel im Schatten (2011) ist eine überzeichnete Variante der ursprünglichen Detektiv-Story. Holmes verfolgt Professor Moriarty auf Schritt und Tritt. Schließlich scheint er etwas im Schilde zu führen. Doch was hat er vor? Moriarty lässt sich in der Öffentlichkeit nichts zuschulden kommen, während er in der Londoner Unterwelt der Strippenzieher hinter vielen kriminellen Machenschaften ist. 

Mit dem Schwert gegen den Tyrann

Neben Pistolen und Lupen stattet Guy Ritchie seine Schauspieler aktuell auch noch mit Schwertern aus. In King Arthur – Legend of the Sword gilt es, das sagenumwobene, machtverleihende Excalibur aus einem Felsbrocken zu ziehen. Als das dem jungen Arthur gelingt, ist er befähigt, den Königsthron zu besteigen. Bevor er über sein Land herrschen darf, muss er allerdings Dämonen besiegen und seinen eigenen Onkel zu Fall bringen. Infolgedessen liefert sich Charlie Hunnam, alias King Arthur, atemberaubende Faust- und Schwertkämpfe. In seinem aktuellen Kinofilm verwendet Guy Ritchie reale Kulissen, Kostüme und Requisiten genauso wie computergenerierte Special Effects. Ihm gelingt es, Nostalgie und Moderne miteinander zu verbinden. Übrigens: Ritchie plant nicht weniger als sechs Filme, die in dieser Epoche spielen: Neben King Arthur handeln sie von Sir Lancelot und Zauberer Merlin.

Filmszene aus King Arthur: Legend of the Sword.
Darf als machtlüsterner Schurke seine dunkle Seite voll ausleben: Jude Law in King Arthur (© Warner Bros.).
Filmszene aus King Arthur: Legend of the Sword.
Im Mittelpunkt der sagenumwobenen Geschichte: Charlie Hunnam als King Arthur (© Warner Bros.).
Filmszene aus King Arthur: Legend of the Sword.
Schafft er es, das Schwert Excalibur aus dem Stein zu ziehen? (© Warner Bros.).

Auf dem Teppich durch Tausendundeine Nacht

Im Sommer 2017 startet der Dreh der Neuverfilmung von Disneys Aladdin – unter Regie von Guy Ritchie. Er betritt damit neue Pfade und erzählt vom Zauber aus Tausendundeiner Nacht. Der Garant für Kultfilme entfernt sich also noch weiter von seinen Gangsterwurzeln – der Aladdin-Remake soll nämlich ein Musical werden.

Cinderella, 101 Dalmatiner & Co.: Wie ein Disney-Remake aussehen kann, beschreiben wir in Disney-Filme: Die Top 5 Disney-Klassiker als Realverfilmung. Wer jetzt Lust bekommen hat, wie Sherlock Holmes auf Spurensuche zu gehen, findet Inspiration in den Top 10 Detektivserien.

Diese Filme findet ihr als Video on Demand bei Videoload auf EntertainTV

Bube, Dame, König, grAS
Rock N Rolla
Codename U.N.C.L.E. 
Sherlock-Holmes
Sherlock Holmes – Spiel im Schatten

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