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Kino fürs Ohr: Die beste Filmmusik aller Zeiten

Was ist das Merkmal von Filmen, die als Klassiker in die Geschichte eingingen? Klar, die begeisternde Story und die erstklassigen Schauspieler. Manchmal ist es jedoch der Soundtrack, der einen Film unvergesslich macht. Denn gute Filmmusik ist wie ein unwiderstehlicher Verführer. Die Musik erhöht den Pulsschlag, sorgt für Gänsehaut und drosselt im richtigen Moment das Tempo. Selbst, wenn ein Film längst in Vergessenheit geraten ist: Dieser eine Ohrwurm ist und bleibt fesselnd. Er sorgt immer wieder für Kopfkino.

Die Fans von EntertainTV haben über die besten Soundtracks abgestimmt. Welche Filmmusik sie besonders ins Herz geschlossen haben? Die von Dirty Dancing. Denn vorneweg befinden sich zwei Titelsongs des legendären Tanzfilms: „(I’ve Had) The Time of My Life“ und „Hungry Eyes“. Diese Hits ließen sogar die Filmmusik von Mega-Blockbustern wie Titanic, Forrest Gump und Walk the Line hinter sich. Seit 1987 verkaufte sich der Soundtrack des Filmklassikers mit Patrick Swayze über 20 Millionen Mal und wurde elfmal mit Platin ausgezeichnet.

Gute Filmmusik wollen die Menschen einfach immer wieder hören. Apropos hören: Patrick Swayze ließ im Film nicht nur die Hüften kreisen. Auch seine Stimme war gefragt. Der Song „She’s Like the Wind“ wurde von ihm eingesungen – und sogar geschrieben. 

Darf es noch etwas mehr Kino für die Ohren sein? Bitteschön: Eine prall gefüllte Liste mit Filmmusik, die niemanden kaltlässt! Von Evergreens über Instrumental-Scores bis hin zu Geheimtipps mit Ohrwurmqualitäten ist alles vertreten. Viel Spaß beim Anhören und Durchlesen.

BLUES BROTHERS


Veröffentlicht:
1980
Vertretene Künstler: The Blues Brothers

Die Blues Brothers scharten für ihre Musikkomödie die größten Stars aus Soul, Blues und Funk um sich: Ray Charles, Aretha Franklin, Cab Calloway. Das sind nur einige der berühmten Namen, die Dan Aykroyd und James Belushi aka „Joliet“ Jake Blues und Elwood Blues als Verstärkung zum Singen für ihre Rhythm-and-Blues-Band an Bord holten. Heraus kamen Evergreens wie „Everybody Needs Somebody to Love“ oder „Think“. Die Songs sind bis heute so erfolgreich, dass sie in einem eigenen Musical aufgeführt werden.  

Fun Fact: Ihren Ursprung haben die Blues Brothers in einem Gag der Show „Saturday Night Live“. John Belushi und Dan Aykroyd traten 1976 als Bienen kostümiert in der Show auf und sangen zusammen. Das gefiel allen Beteiligten derart gut, dass kurz darauf eine Liveband entstand – die Blues Brothers.  

ABOUT A BOY


Veröffentlicht:
2002
Vertretene Künstler:
Badly Drawn Boy

Soundtracks sind häufig wie eine Best-of-Compilation. Vergessene Evergreens, persönliche Lieblingssongs und brandheiße Neuentdeckungen werden munter vermischt. Statt eines Meisterwerks kommt am Ende jedoch oft nur Stückwerk dabei heraus. Den umgekehrten Ansatz verfolgte man bei dem Film About a Boy. Songwriter und Komponist Badly Drawn Boy produzierte im Alleingang die musikalische Untermalung der Nick-Hornby-Verfilmung. Das Resultat ist ein wunderbar unaufgeregtes Album voller schräger Kompositionen, die wie aus einem Guss wirken. Der Inbegriff von Kino fürs Ohr.

TRAINSPOTTING


Veröffentlicht:
1996
Vertretene Künstler: Iggy Pop, Underworld, Lou Reed

Der Soundtrack war so beliebt, dass bereits ein Jahr nach Veröffentlichung ein zweiter Teil erschien. Die Filmfortsetzung rund um Mark Rentons Clique hingegen kehrte in aller Welt erst 2017 auf die Leinwand zurück. Das Intro von Trainspotting ist ein legendäres Stück Filmgeschichte – auch wegen der Musik. Zu den polternden Klängen von Iggy Pops „Lust for Life“ jagt Ewan McGregor durch die Straßen Glasgows. Jeder Tritt ist ein Trommelschlag, alles vibriert vor Energie. Der Soundtrack vereint einige der besten Britpop- und Clubperlen der 90er-Jahre und kombiniert sie mit ihren musikalischen Vorläufern. Das Gesamtwerk ist deshalb so brillant, weil es bis heute frisch und modern klingt.

SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD


Veröffentlicht:
1972
Vertretene Künstler: Ennio Morricone

Ennio Morricone gehört zu den größten Komponisten der Filmwelt. Es wäre frevelhaft, würde er in dieser Liste fehlen. Mehr als 500 Soundtracks gehen auf das Konto des Maestros. Obwohl er mittlerweile über 80 Jahre alt ist, gewann er mit einem seiner jüngsten Werke 2016 einen Oscar. Der Italiener schrieb zu Quentin Tarantinos The Hateful Eight die Filmmusik. Untrennbar verbunden ist der Komponist aus Rom allerdings mit Sergio Leone. Für den Spaghettiwestern-Regisseur schrieb er die Filmmusik zu Für eine Handvoll Dollar, Zwei glorreiche Halunken oder Leichen pflastern seinen Weg. Zur Legende wurde Ennio Morricone jedoch mit der Mundharmonika-Melodie zu Spiel mir das Lied vom Tod.

Fun Fact: Diese Musik komponierte er bereits vor Drehbeginn, damit Sergio Leone die Melodie am Set für die Schauspieler im Hintergrund laufen lassen konnte.

PULP FICTION


Veröffentlicht:
1994
Vertretene Künstler: Dick Dale, Chuck Berry, Al Green

Die Dialoge, die Klamotten, der Retro-Charme: Quentin Tarantinos Kultstreifen Pulp Fiction ist an Coolness nicht zu überbieten. Der Film setzte neue Maßstäbe im Genre der Gangsterfilme. Die Zuschauer begeisterte jedoch nicht nur das Treiben von John Travolta und Samuel Jackson alias Vincent Vega und Jules Winnfield. Auch der Soundtrack errang Kultstatus mit seiner Kombination aus Twist-, Surf- und Soulklassikern, gemischt mit Coverversionen und neuer Musik aus den 90ern. Die Musik, bei der Tarantino sogar persönlich Hand anlegte, verlieh dem Gangsterepos einen lässigen Vibe. Wohl kaum eine WG-Küche gegen Ende des letzten Jahrtausends kam ohne die Songs aus. Abgerundet wurde einer der besten Soundtracks aller Zeiten mit Originalzitaten aus dem Film, die viele heute sicherlich noch problemlos mitsprechen können. 

JUNO


Veröffentlicht:
2008
Vertretene Künstler: The Kinks, The Velvet Underground, Belle and Sebastian

Der Soundtrack zum Überraschungs-Kassenschlager von 2007 tickt ein bisschen wie die Protagonistin des Films selbst: rebellisch, frech, unter der Oberfläche aber harmoniebedürftig und voller Wärme. Ellen Page, die im Film die schwangere Teenagerin Juno spielt, ist auf dem Soundtrack sogar selbst vertreten. Gemeinsam mit ihrem Filmpartner Michael Cera covert sie den Song „Anyone Else But You“ der Moldy Peaches. Die charmant-schrammelige Darbietung ist das Highlight des Albums. Die Indiepop- und Folkperlen begeisterten auch die Fans: Mit einer Million verkauften Exemplaren stürmte der Juno-Soundtrack an die Poleposition der US-Charts und erobert somit einen Platz in dieser Liste.

DER KÖNIG DER LÖWEN


Veröffentlicht:
1994
Vertretene Künstler: Elton John, Hans Zimmer

Naaaaaants ingonyaaa maaa bagithi babaaaa. Wie bitte? Wer jetzt nur Bahnhof versteht, dem wird nahegelegt, mal wieder den König der Löwen zu schauen oder zumindest der Filmmusik zu lauschen. Die afrikanischen Gesänge gehören zum „Circle of Life“, dem unvergesslichen Opening des Disney-Meisterwerks. Ist der Groschen nun gefallen? In der Albumversion wird der Song von Elton John geschmettert. Die Popmusiklegende singt die Nummer mit solch einer Hingabe, dass es niemanden kalt lässt. Wäre das nicht genug, reiht sich in den Filmsoundtrack eine weitere Legende ein: Hans Zimmer. Der Altmeister der Filmmusik erhielt für seine rührenden Melodien sogar einen Oscar. Aus diesen Songs entstand später auch das weltberühmte Musical Hakuna Matata!

LOST IN TRANSLATION


Veröffentlicht:
2003
Vertretene Künstler: Air, Phoenix, The Jesus and Mary Chain

Sofia Coppolas Schwäche für Franzosen ist bekannt. Das ist nahe liegend, schließlich ist sie mit Phoenix-Frontmann Thomas Mars liiert. Aber auch ihre Filmmusik lässt sie von französischen Musikern aufpeppen. Den Soundtrack zu „The Virgin Suicides“ beispielsweise lieferte die Band Air. Gemeinsam mit Phoenix und Sébastien Tellier findet man deren Werke auch in der Playlist von Lost in Translation. Die passende musikalische Untermalung zur Geschichte um die beiden einsamen Seelen in Tokio liefern jedoch andere Künstler. Der Film erhält durch die gequälten Gitarren Kevin Shields’ und das entrückte „Just Like Honey“ von The Jesus and Mary Chain eine ganz besondere Note. 

Fun Fact: Als Hidden Track auf dem Album gibt es übrigens Bill Murrays verschlafene Karaoke-Version von „More Than This“. Ein legendäres Erlebnis für die Ohren!

EntertainTV trifft den richtigen Ton bei Filmfans

Wer Lust auf einen der Filme bekommen hat, findet sie im großen On-Demand-Angebot von EntertainTV und viele weitere Streifen – ob  – ob Kult-Klassiker oder Geheimtipps.

Foto: Concorde Home Entertainment (Dirty Dancing)

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