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Einsteigen bitte! Warum Regisseure auf Züge abfahren

Es wird geliebt und gemordet, verfolgt und verprügelt, geraubt und versteckt: Wo immer in Filmen ein Zug einfährt, da pulsiert das Leben – im Guten wie im Schlechten. Regisseure lieben die Bahn, weil ihre Geschichten in fahrenden Zügen wortwörtlich Fahrt aufnehmen. Weil sie – unaufhaltsam wie der ratternde Zug – auf ein Unglück zurasen oder auf das Happy End. Oder weil sie, wie im Falle von Mord im Orient-Express, auf engstem Raum ein wahres Universum voller Abgründe entfalten. Das Remake des Filmklassikers nach dem Kriminalroman von Agatha Christie um den legendären Detektiv Hercule Poirot (Regie: Kenneth Branagh) kommt am 9. November ins Kino. Mit dabei sind Stars wie Johnny Depp, Willem Dafoe, Penélope Cruz, Daisy Ridley und Michelle Pfeiffer.

Trailer zum Remake von Mord im Orient-Express (© Fox).

Der perfekte Anlass für einen Überblick über die packendsten Filme, in denen Züge eine tragende Rolle spielen.

Verfolgungsjagd bei rasender Fahrt

Züge sind oft die Bühne, auf der sich Held und Schurke den entscheidenden letzten Kampf liefern. In unzähligen Verfolgungsjagden hetzen zwei Männer über die Waggondächer, traktieren sich mit Fäusten oder allerlei Gerät, weichen Hindernissen aus oder retten sich mit knapper Not vor einem Tunnel.

Szene aus "Mission Impossible".
Nichts ist unmöglich: Tom Cruise als Agent Ethan Hunt in "Mission Impossible" (© Paramount).

Mit einer besonders spektakulären Verfolgungsjagd setzte der Regisseur Brian De Palma 1996 im Film Mission: Impossible mit Tom Cruise Maßstäbe. Der Streifen bringt neben Held und Schurke eine dritte Person ins Spiel, und die steuert auch noch einen Helikopter. Im Eurotunnel zwischen Frankreich und England kommt es zum Showdown, in dem die Bösewichte samt Hubschrauber ihr gerechtes Ende finden.

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Einen ungewöhnlichen und ungewöhnlich spannenden Verlauf nimmt auch die Verfolgungsjagd im Bond-Film Skyfall mit Daniel Craig als Agent 007 (Regie: Sam Mendes). Um den Dieb einer geheimen, überlebenswichtigen Liste aufzuhalten, rattert James Bond mit einem Schaufelbagger über die Güterwagen eines Zugs, schrottet eine Handvoll Neuwagen deutscher Herkunft und stellt seinen Gegner auf dem Zugdach. Der Kampf bei rasender Fahrt ist ein visuelles Highlight in Skyfall. Bonds Pech: Er wird von Miss Moneypenny versehentlich angeschossen und stürzt hinab. Wird er das schadlos überstehen? Wäre gut, wenn er es täte, schließlich muss Bond die Welt vor Raoul Silva (Javier Bardem) retten.

Szene aus "Skyfall"
Moneypenny hat den Schurken im Visier. Aber wird sie ihn auch treffen (© Fox)?

Klassenkampf auf Schienen

Tod oder Leben? Diese Frage steht auch in dem international viel beachteten Endzeitdrama Snowpiercer von Bong Joon-ho im Mittelpunkt, in dem unter anderem Tilda Swinton, Chris Evans und Jamie Bell mitspielen. Der fahrende Zug dient hier als Bühne, auf der existenzielle Fragen nach globaler Gerechtigkeit und Verantwortung verhandelt werden. Nur 1.000 Männer, Frauen und Kinder sind einer Eiszeit entkommen, die Überlebenden sind in einen Zug namens Snowpiercer eingepfercht. Mit brutalen Methoden hält eine allmächtige Ministerin (Swinton) ein Zwei-Klassen-System aufrecht. Während es den Herrschenden an nichts mangelt, leben die Unterdrückten unter erbärmlichen Zuständen. In der Enge und Ausweglosigkeit des Zuges kulminieren die Konflikte. Es kommt zur Rebellion, die in der Auslöschung des Snowpiercers – und der Menschheit? – mündet.

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Szene aus "Abraham Lincoln - Vampirjäger".
In "Abraham Lincoln - Vampirjäger" rast ein Zug auf einen Abgrund zu und stürzt brennend hinab (© Fox).

Das Schicksal der Menschheit, jedenfalls der US-amerikanischen, wird auch in Abraham Lincoln - Vampirjäger auf einer Zugfahrt entschieden. Der Film spielt im amerikanischen Bürgerkrieg, und Lincolns wichtigste Schlacht findet hier nicht in Gettysburg statt, sondern in einem angeblich mit Silber beladenen Zug. Der Horrorstreifen spart nicht mit blutigen Szenen, doch der Höhepunkt ist zweifelsohne, wenn Dampflok und Waggons brennend in eine Schlucht stürzen.

In der Königsdisziplin des Genres spielt der Zug tatsächlich die Hauptrolle, meistens als entfesselte Kraft, die eine Katastrophe heraufzubeschwören droht. So auch in dem Film Unstoppable – Außer Kontrolle, den Tony Scott im Jahr 2010 mit Denzel Washington inszeniert hat: Ein Güterzug mit giftigen Chemikalien rast unbemannt – und unstoppable, unaufhaltsam – auf eine Stadt zu, in einem weiteren Zug versuchen zwei Lokführer, das Unglück abzuwenden. Mensch gegen Maschine: ein erbarmungsloser Wettlauf mit der Zeit.

Szene aus "Unstoppable – Außer Kontrolle".
Ein mutiger Lokführer (Denzel Washington) riskiert sein Leben, um einen außer Kontrolle geratenen Güterzug aufzuhalten (© Fox).

Denzel Washington konnte damals schon Erfahrung in dem Genre vorweisen. Ein Jahr zuvor hatte er in dem Spielfilm Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 einen Fahrdienstleiter gespielt, der einen mörderischen Erpresser zur Strecke bringt – nicht im Zug, aber immerhin auf einer Eisenbahnbrücke.

Diese Filme findet ihr als Video on Demand bei Videoload auf EntertainTV

Mission Impossible
James Bond 007 - Skyfall
Snowpiercer
Abraham Lincoln - Vampirjäger
Unstoppable – Außer Kontrolle
U-Bahn Pelham 123

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