Serien |

Mystery-Serien: Höllischer Spaß mit übernatürlichen Helden

Sie jagen Dämonen, haben Visionen oder einfach nur höllischen Charme: Serien mit übernatürlichen Protagonisten sind als TV-Format etabliert. Die polierte Optik aktueller Mystery-Serien soll zwar hauptsächlich ein jüngeres Publikum ansprechen – doch auch für Fans von Akte X oder Twin Peaks lohnt sich der Blick auf die folgenden drei Serien.

Jared Padalecki und Jensen Ackles in Supernatural.
Coole Brüder: Sam und Dean Winchester in Supernatural (© Action Press).

Supernatural: Lässige Monsterhatz

Supernatural hat keine komplexen Handlungsstränge. Auch keine tiefgründigen Charaktere. Selbst die Löcher in der Story sind manchmal so groß, dass sie selbst ein Gefängniszahnarzt nicht stopfen könnte. Doch eines besitzt die Serie im Überfluss: Coolness.

Großen Anteil daran haben die Gebrüder Winchester: Begleitet von rockigen Klängen cruisen Sam (Jared Padalecki) und Dean (Jensen Ackles) im 67er Chevy Impala quer durchs Land und jagen Dämonen und Geister. Die Macken der Monsterjäger sorgen für zahlreiche Lacher: Während Dean eine große Schwäche für Hamburger und Pie hat, leidet Sam unter Clownophobie. Auch die innige Bromance von Dean mit dem Engel Castiel ab der vierten Staffel ist ein Running Gag, der bei Fans für Dauergrinsen sorgt. Mittlerweile ist bereits die 13. Staffel der Dämonenjagd von Sam und Dean erschienen.

Mystery-Kenner wird es freuen, dass die mythologischen Bezüge der Episoden durchaus Hand und Fuß haben: Die Monster und Sagen der Serie lassen sich meist bis zu ihren religiösen und volkstümlichen Wurzeln zurückverfolgen. Wirklich beeindruckend ist jedoch, wie detailverliebt die Macher fiktive Serienelemente mit der Realität verweben. Wählt man zum Beispiel Deans Handynummer, erklingt tatsächlich eine Nachricht, die der Darsteller eingesprochen hat.

Sookie und Bill in True Blood
Kann denn Saugen Sünde sein? Sookie und Bill in True Blood (© DDP Images).

True Blood: Seifenoper mit Biss

Die Vampirserie verpasst dem Blutsaugermythos ein Facelifting – oder besser: ein Blutdoping. Denn seitdem Kunstblut industriell hergestellt werden kann, müssen sich die Gestalten der Nacht nicht mehr vom Blut der Menschen ernähren. Doch diese begegnen den Vampiren mit Skepsis: Zu groß sind die Vorurteile, die sich über Jahrhunderte hinweg aufgebaut haben.

Im Mittelpunkt der Vampirserie steht die Kellnerin Sookie (Anna Paquin). Sie ist zwar keine Blutsaugerin, verfügt aber über eine übernatürliche Fähigkeit: Die Gedanken fremder Menschen drängen sich gegen ihren Willen in ihr Bewusstsein. Sookies Leben ändert sich schlagartig, als sie den 173-jährigen Vampir Bill Compton (Stephen Moyer) kennenlernt: In seiner Nähe fühlt sie sich sofort wohl – weil er der Einzige ist, dessen Gedanken sie nicht lesen kann.

Ideengeber Alan Ball, der seinen Hang zur Morbidität bereits mit der Bestatterserie Six Feet Under bewies, vergleicht das Verhalten der Vampire mit den Abgründen der Menschen. Durch diese Brille betrachtet wird der Blutsaugermythos zur Gesellschaftsanalyse. Denn in der Welt von True Blood sind alle süchtig: die einen nach Blut, die anderen nach Sex oder Macht. Leider endet die Serie nach der siebten Staffel. Fans von Mystery und Fantasy werden trotzdem angefixt sein.   

Lucifer: Engel links, Teufel rechts

Was macht der Beelzebub, wenn es ihn in der Hölle langweilt? Er verlässt sein Schattenreich und gibt sich weltlichen Gelüsten hin. Ausgerechnet nach Los Angeles verschlägt es den Fürsten der Finsternis. Dort heuert er bei der LAPD an und macht diejenigen dingfest, die später sowieso vor seiner Höllenpforte landen würden. Seine Fähigkeiten setzt der Leibhaftige vor allem ein, um Geständnisse zu entlocken – und Zeuginnen zu verführen.

Tom Ellis in Lucifer.
Ein Teufel auf Abwegen: Lucifer Morningstar als vergnügungssüchtiger Beelzebub in der Serie Lucifer (© Getty Images).

Bad Boys sind das Spezialthema von Serienmacher Tom Kapinos: In Californication ließ er bereits David Duchovny als abgehalfterten Schriftsteller durch einen Sumpf aus Sex und Drogen waten. Im Vergleich dazu geht es in Lucifer fast prüde zu: Der Antichrist gibt sich meist so liebenswert und nett, dass nicht einmal Nonnen die Straßenseite wechseln würden.
Trotzdem macht es höllischen Spaß, dem teuflischen Treiben zuzusehen. Die TV-Serie punktet mit Wortwitz, schwarzem Humor und einem überragenden Tom Ellis, der Einblicke in das Seelenleben des Teufels gewährt.

Das Genre rund um Fantasy und Mystery bietet wie kein anderes Raum für Experimente: Serien wie Supernatural, Lucifer oder True Blood machen knappe Budgets durch innovative Geschichten wett und glänzen durch außergewöhnliche Settings.

Mystery-Fans kennen sie natürlich, alle anderen müssen die Serie noch unbedingt kennenlernen: Twin Peaks. Jetzt kehrt die Kultserie zurück. Fünf Gründe, weshalb die Fortsetzung genauso süchtig macht wie das Original.

Und wer sich selbst schon einmal übernatürliche Kräfte gewünscht hat – in diesen Situationen wären sie besonders hilfreich.

Sie sind leider nicht auf dem aktuellsten Stand

Damit Sie die Vorzüge des neuen EntertainTV erleben können, brauchen Sie einen aktuellen Browser! Wir empfehlen, den Browser zu aktualisieren und die neuste Version herunterzuladen.

Sehr geehrter Websitebesucher,

die Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers verhindern aktuell, dass alle Inhalte dieser Website im Internet Explorer korrekt dargestellt werden. Das Problem wird im Laufe des Tages behoben. Wir empfehlen Ihnen bis dahin, die Website in einem der folgenden Browser zu öffnen: