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The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd: Erschreckender als Game of Thrones

Intrigen, Inzucht, Metzeleien: Game of Thrones ist nichts für Zartbesaitete. In Gilead hingegen, dem Land aus The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd, gibt es weder Drachen noch Schwertkämpfer. Friedlich geht es deswegen in Margaret Atwoods preisgekrönter Romanadaption noch lange nicht zu – ganz im Gegenteil.

Die Serie, die achtmal mit dem Emmy® ausgezeichnet wurde, gibt es  ab dem 04.10. exklusiv und ohne Aufpreis* bei EntertainTV zu sehen.

Drachen in Game of Thrones.
Drachen in Game of Thrones: Spektakulär anzusehen, aber keine reale Gefahr (© HBO/Sky).

Die sieben Königslande aus Game of Thrones sind ein gefährliches Pflaster. Es wimmelt vor blutrünstigen Monstern, eisigen Untoten und hinterlistigen Hetzern. Die Welt ist geschaffen nach dem Abbild des Mittelalters, in der Gewalt ein legitimes Mittel im Streben nach Macht ist. Trotzdem hat diese Fantasywelt mit unserem realen Lebensumfeld so viel zu tun wie ein Drache mit einem Goldhamster. Die Zuschauer lehnen sich zurück, genießen den einstündigen Gruseltrip und gehen entspannt zu Bett. Unwahrscheinlich, dass sie dort von einem weißen Wanderer heimgesucht werden.

Erschreckend nah am Hier und Jetzt

The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd spielt hingegen in der nahen Zukunft, aus der heraus die Magd Desfred (englisch: Offred) ihr früheres Leben in bildgewaltigen Rückblenden erzählt. Die Welt, die sie beschreibt, ist unsere heutige, westliche Gesellschaft. In ihr können Frauen offen lesbisch leben, sie bestellen ein Taxi per App oder treffen sich im Café. Doch die Serie demonstriert, wie fragil diese Freiheiten eigentlich sind. Denn religiöse Fundamentalisten torpedieren diese Errungenschaften und errichten eine frauenfeindliche Diktatur.

Solidarität? Fehlanzeige. In der von Angst und Unterdrückung geprägten Diktatur in The Handmaid's Tale – Der Report der Magd ist sich jeder selbst der Nächste (© MGM).

Dass diese gruselige Vorstellung eine solch enorme Wucht entfaltet, liegt daran, dass The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd direkt an unser Lebensumfeld anknüpft. Das Blut gefriert in den Adern, wenn in der Serie Menschen gegen die Unterdrückung der Frau demonstrieren und diese Proteste wie die heutigen Women’s Marches aussehen. The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd skizziert eindrucksvoll, wie schnell sich eine offene Gesellschaft in einen repressiven Albtraum verwandeln kann. Diese Vorstellung sorgt für mehr schlaflose Nächte als ein Drache aus dem CGI-Labor.

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Daenerys Targaryen in Game of Thrones.
Frauen an die Macht: Daenerys Targaryen will in Game of Thrones Westeros erobern (© HBO/Sky).

Durchaus denkbare Szenarien

Großen Anteil am riesigen Erfolg von Game of Thrones haben die imposanten Drehorte, die üppigen Gärten von Dorne oder die Eislandschaften jenseits der Mauer zum Beispiel. Die unberührte Natur wirkt wie der friedliche Gegenpol zum kriegerischen Treiben der Menschen.

Danach sucht man in The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd vergebens: Die menschengemachte Umweltzerstörung hat nicht nur große Teile der Erde verseucht, sondern auch die weibliche Bevölkerung unfruchtbar gemacht. Ein Endzeitszenario, wie es drastischer kaum sein könnte: Es geht um das Überleben der ganzen Menschheit. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen fühlt sich dieses Szenario erschreckend nah an.

Größeres Leid der Frauen

Zu Beginn waren Bordell- oder Nacktszenen bei Game of Thrones obligatorisch. Dann bliesen Cersei, Daenerys, Arya und Sansa zum Angriff auf das Patriarchat. In der siebten Staffel von Game of Thrones sind die Frauen schließlich die wahren Herrscher über die sieben Königslande. Das ist zumindest ein kleiner Trost für all die lange Zeit, in der sie erniedrigt, vergewaltigt und als Spielball mächtiger Männer missbraucht wurden.

Ist eine ähnliche Entwicklung auch in The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd denkbar? Eher nicht. Die Unterdrückung der Frau ist in Gilead viel tiefer verankert. Sie haben kaum Rechte, dürfen kein Eigentum besitzen und keiner Arbeit nachgehen. Diejenigen, die noch Kinder austragen können, müssen ihren Herren Nachkommen gebären.

Frau in The Handmaid's Tale.
Aufmüpfigen Frauen drohen in The Handmaid's Tale – Der Report der Magd drastische Strafen (© MGM).

Besonders hinterhältig: Als Strafe droht den Mägden nicht nur der Galgen, sondern auch die Folterkammer. Sie sind auf eine biologische Funktion reduziert: das Kinderkriegen. Somit spielt es keine Rolle, ob der Rest des Körpers intakt ist. Die Frauen müssen nicht nur die Kontrolle über ihr Leben wiedergewinnen, sondern auch über ihren Körper. Ein steiniger Weg – und oft harte Kost für den Zuschauer. Immerhin sorgt Desfred für einen Lichtblick: Sie lehnt sich gegen ihren Kommandanten auf.

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Fazit: The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd zeichnet ein erschreckendes Bild der Zukunft: Frauen werden unterdrückt und als Mägde gehalten, die Nachkommen mit ihren Besitzern hervorbringen müssen. Vor allem die Rückblicke sind angsteinflößend. Dagegen wirkt selbst Game of Thrones wie Kinderkram.

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