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Fernsehen 4.0: So schauen wir in Zukunft fern

Ist das Internet der Tod des Fernsehens? Unbestritten ist: Die Konkurrenz aus dem Netz wächst, Streaming- und On-Demand-Dienste buhlen immer offensiver um die Gunst des Zuschauers. Doch die Zahlen sprechen noch fürs Fernsehen: Mit 223 Minuten täglicher Sehdauer gehörte das Medium im Jahr 2016 nach einer Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Im Jahr 2000 war der Fernsehkonsum mit 190 Minuten deutlich geringer. Auch die diesjährige IFA konnte den Trend bestätigen: Der Fernseher ist so wichtig wie lange nicht.

Grafik zum Fernsehen der Zukunft.

Dass das Fernsehen in den vergangenen Jahren bedeutende Veränderungen erlebte, bleibt aber unbestritten. Ohne Internet geht nichts mehr. Was erwartet den Zuschauer am Ende dieser Entwicklung? Welche Neuheiten gibt es? Ein Ausblick in die Zukunft des Fernsehens.

Bestens vernetzt: Der Fernseher als Multimediazentrale

Das Fernsehen der Zukunft ist digital und vernetzt. Schon heute sind die TV-Geräte Hochleistungscomputer, die sich hinter einem Display verbergen. Laut einer GfK-Studie steht bereits in jedem dritten deutschen Wohnzimmer ein Smart-TV, der mittels TV-App oder Ste-Top-Box Internet-Fernsehen empfängt und für Online-Mediatheken genutzt wird. Die Entwicklung steht jedoch erst am Anfang. Begünstigt durch die Verbreitung schneller Anschlüsse, verschmelzen Fernsehen und Internet immer mehr. Der Fernseher wird zur Multimediazentrale, die nahtlos ins vernetzte Smart Home integriert ist.

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Diesen Zukunftstrend bestätigte auch die IFA 2017 in Berlin. Die Hersteller präsentierten dort TV-Geräte, die sich über die Sprachassistenten von Amazon Alexa oder Google Home steuern ließen. So kann man aber nicht nur die Funktionen des Smart-TV bedienen, sondern auch alle anderen Geräte, die ans Smart Home angeschlossen sind. Das Abspielen von Musik oder Videos erfolgt zukünftig ganz intuitiv per Sprachbefehl oder App auf dem Smartphone. Das heißt also: Die Fernbedienung wird überflüssig.

Grafik zum Fernsehen der Zukunft.
Fernbedienung überflüssig: Im Smart Home werden TV-Geräte zukünftig ganz intuitiv per Sprachassistent gesteuert.

Größer, dünner, schöner: Wie ein gerahmtes Gemälde

Ein Trend der letztjährigen IFA setzte sich auch 2017 fort: Die Fernseher im Wohnzimmer werden immer größer. Das sorgt für authentisches Kinoflair in den eigenen vier Wänden. Ist der riesige Fernseher ausgeschaltet, stört er dafür umso mehr. Abhilfe könnten transparente Monitore schaffen: Von den Anbietern LG und Samsung gab es auf der IFA 2017 bereits unauffällige Fernseher mit durchsichtigen Displays zu bestaunen.

Eine Neuheit sind „Tapeten-Fernseher“. Erste Prototypen gab es auf der IFA 2017 zu sehen. Deren Display ist nicht nur biegsam und dünn wie ein Stück Folie, sondern lässt sich nach dem Filmabend auch ganz praktisch wieder zusammenrollen. Viel zu schade zum Verstecken ist hingegen das Modell „The Frame“ von Samsung: Der Flachbildschirm hängt wie ein gerahmtes Gemälde an der Wand und zeigt Bilder und Motive als Kunstwerke.

Scharf, schärfer, gestochen scharf

Auch in der Bildtechnologie tut sich einiges. Der Jagd nach der besten Auflösung folgte in den vergangenen Jahren eine wahre Pixelflut: Nach SD, HD und Full HD hat sich Ultra HD auf dem Markt etabliert. Bei EntertainTV, dem Internet-Fernsehen der Telekom, gibt es beispielsweise Blockbuster, Filmklassiker und packende Serien in gestochen scharfem UHD. Sharp bringt in Kürze sogar den ersten 8K-Fernseher in die Läden – mit satter 16-facher Full-HD-Auflösung. Sinnvoll wird diese Auflösung jedoch erst ab einer Bildschirmdiagonalen von zwei Metern. Den Herstellern geht es vor allem darum, mit immer neuen Rekordwerten kräftige Kaufanreize zu geben. Mit der Pixelorgie könnte jedoch bald Schluss sein: Das menschliche Gehirn ist ab einer Auflösung von zehn Millionen Pixeln nicht mehr in der Lage, den Sprung als Verbesserung wahrzunehmen.

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Aber schon jetzt müssen sich TV-Käufer bei der Wahl der Displaytechnologie durch einen wahren Abkürzungsdschungel kämpfen. SUHD, OLED, QLED, HDR – die Anbieter übertrumpfen sich gegenseitig mit mysteriösen Kürzeln. Momentan dominieren zwei Displaytechnologien: LED und das neuere OLED. Vor allem Filmfans entfachten einen wahren Hype um die OLED-Fernseher, deren Bildpunkte absolute Schwarzwerte erreichen und sich einzeln dimmen lassen.

Grafik zum Fernsehen der Zukunft.

Doch der nächste Entwicklungsschritt steht bereits bevor. QLED heißt das von Samsung entwickelte Verfahren, das Farben mithilfe von Quantum-Dots-Partikeln erstmals unabhängig von der Helligkeit immer richtig darstellt. Davon würden vor allem HDR-Filme mit erweitertem Dynamikumfang profitieren. Konkurrent LG setzt stattdessen auf Nanozellen. Die garantieren brillante Farben aus allen Blickwinkeln und sollen mit einem besonders klaren Bild aufwarten können.

Grafik zum Fernsehen der Zukunft.

Totale Immersion: Eintauchen in neue Welten

Vor wenigen Jahren galt 3D noch als das nächste große Ding im Heimkinobereich. Doch was im Kino funktionierte, lockte zu Hause kaum jemanden vor den Bildschirm. Die IFA 2017 zeigte, dass die Wachablösung schon bereitsteht: Virtual Reality. Die Wirtschaft schätzt das Marktpotenzial als riesig ein. Die Preise für VR-Brillen wie Oculus Rift oder HTC Vive fallen, die Verbreitung steigt. Produktionsfirmen bringen immer mehr VR-kompatible Inhalte auf den Markt. Auch Tech-Giganten wie Google und Microsoft wollen den Zukunftstrend nicht verschlafen und präsentierten eigene Modelle auf der IFA 2017 in Berlin. Dort könnte also tatsächlich der Startschuss für VR gefallen sein, den Massenmarkt zu erobern. Und wer weiß: Vielleicht gehört das Eintauchen in virtuelle Welten bald zum Fernsehabend dazu wie Kartoffelchips und Kuscheldecke.

Einige blicken aber noch weiter in die Zukunft. In der Forschung kursiert bereits eine Bezeichnung für diese neue Vision: totale Immersion. Darin verschmilzt die Welt des Betrachters mit der fiktiven Welt auf dem Bildschirm zu einem einzigartigen Erlebnis. Das Display soll dazu durchlässig oder unsichtbar gemacht werden – ähnlich den Holodecks, die Fans aus Star Trek kennen. Jede beliebige Umgebung ließe sich so simulieren und würde Filmszenen unmittelbar erfahrbar machen. Die ersten Schritte sind bereits gemacht: HTC und Valve arbeiten daran, ihr VR-System „Vive“ zum kompletten Holodeck auszubauen.

Individuell und zeitversetzt

Bleibt noch die Frage nach den veränderten Sehgewohnheiten. Der Fernseher ist nicht mehr das Lagerfeuer, das die Menschen einst zusammenbrachte. Er hat sich zum Nebenbei-Medium gewandelt. Zwar steckt das Programm immer noch voller vertrauter Rituale wie der Sportschau, der Tagesschau oder dem Tatort. Doch Fernsehen findet mittlerweile da statt, wo es läuft – und das ist immer öfter der Laptop oder per App auf dem Smartphone oder Tablet. Mit EntertainTV ist man auch nicht mehr an das heimische Wohnzimmer gebunden. Stattdessen wird die Lieblingssendung per Aufnahmefunktion in den Cloud-Recorder gespeichert – man schaut sie dann, wo und wann es passt.

Angeschoben wurde die TV-Revolution vor allem durch die Konkurrenz aus dem Netz: Die Anschlussfähigkeit an das Internet hat das mediale Angebot nicht nur vervielfacht, sondern auch von Raum und Zeit entkoppelt. Geschaut wird nicht mehr nur linear in den klassischen Programmen. Streaming-Portale und Mediatheken im Internet erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, vor allem bei jüngeren Menschen, die sich so ihr ganz individuelles Programm zusammenstellen. Und gerade hier entstehen dann doch neue, überraschende Gemeinschaften, die über Social-Media-Kanäle die neuesten Filme und Serien diskutieren – ganz ohne Lagerfeuer.

Die Zukunft hat längst begonnen

Schon bald werden Fernseher oder Streaming-Boxen die jeweiligen Vorlieben der Nutzer so gut kennen, dass täglich ein individuell abgestimmtes TV-Programm empfangen werden kann. Vermutlich wird dann nicht mehr nur mit der Fernbedienung gezappt – sondern auch mittels Wischbewegungen oder mit Sprachkommandos. Doch diesmal durchforsten wir nicht das allgemeine TV-Programm, sondern unsere eigene TV-Bubble.

Zudem entstehen neue, überraschende Gemeinschaften: Auf Social-Media-Kanälen diskutieren Nutzer vermehrt über die neuesten Filme und Serien. Einerseits in Facebook-Gruppen, andererseits auf kollaborativen Webseiten. Zum Beispiel auf Plattformen wie Fandom. Dort erstellen Fans von Filmen, Serien und Videospielen eigene Wikis, die mithilfe der Community ständig ergänzt und korrigiert werden.

Wer das Internet-Fernsehen der Zukunft selbst einmal ausprobieren möchte, kann dies jetzt tun: EntertainTV der Telekom ist ein faszinierendes TV-Erlebnis mit vielen komfortablen Funktionen und einem Programm, das sich nach den Wünschen des Zuschauers richtet: jederzeit verfügbar, live und on Demand, auf allen Devices und natürlich in Ultra HD. Alle Informationen zu EntertainTV der Telekom gibt es hier.

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