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Weltstars von morgen: Hollywoods Newcomer (Teil 2)

Wer tritt in die Fußstapfen von Hollywoodstars wie Cameron Diaz oder Sandra Bullock, von George Clooney oder Brad Pitt? EntertainTV stellt einige Anwärter vor – in der Reihe „Die neue Generation Hollywoods“. Teil 2 diesmal mit Emma Watson, Daisy Ridley, Tom Hiddleston und Ezra Miller.

Bild von Emma Watson.
Von der Figur der Hermine Granger aus den Harry-Potter-Filmen hat sich Emma Watson längst emanzipiert (© Imago).

Emma Watson: Das Multitalent

Sie ist auf dem besten Weg zum Superstar: Emma Watson, 27, britisches Multitalent mit dem Hang zum Übernatürlichen. Zwischen 2001 und 2011 spielt sie in acht Harry-Potter-Filmen die junge Zauberin Hermine Granger – selbstbewusst, clever, mutig und den Jungs Harry und Ron eigentlich immer die berühmte Nasenlänge voraus. Für ihre Darstellung wird sie mit internationalen Preisen überhäuft. Doch spätestens seit dem Drama Meine Woche mit Marilyn, in dem sie 2011 an der Seite von Kenneth Branagh, Judi Dench, Eddie Redmayne und Michelle Williams zu sehen ist, befreit sich Emma Watson mehr und mehr aus der Rollenumklammerung der Potter-Filme – auch weil sie den einen Schritt weiter ist als ihre Kollegen Daniel Radcliffe und Rupert Grint.

Und als wollte sie der Welt beweisen, welche Talente jenseits des Zauberstabschwingens noch in ihr stecken, deckt Emma Watson mit ihren Aufritten die ganze Bandbreite Hollywoods ab. In dem Coming-of-Age-Drama Vielleicht lieber morgen (2012) spielt sie eine traumatisierte Jugendliche, in The Bling Ring von Sofia Coppola (2013) das Mitglied einer jugendlichen Diebesbande. Als mutige junge Frau zeigt sie in Noah, einer actiongeladenen Verfilmung der alttestamentarischen Erzählung von der Sintflut mit Russell Crowe in der Titelrolle, dass sie auch in epochalen, bildgewaltigen Filmen eine gute Figur macht. In Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück mit Daniel Brühl (2015) und The Circle an der Seite von Tom Hanks (2017) beweist sie Gespür für brisante politische und gesellschaftliche Themen, um schließlich als Belle in dem Disney-Film Die Schöne und das Biest (2017), einer romantischen Musicalkomödie, zu glänzen. Eine Karriere, die geradewegs auf einen Oscar zusteuert.

Auch privat ist Emma Watson für starke Auftritte bekannt: Seit 2014 ist sie UN-Sonderbotschafterin für Frauen- und Mädchenrechte, 2016 gründet sie einen feministischen Lesezirkel, dem inzwischen mehr als 100.000 Personen angehören, und Anfang des Jahres protestiert sie auf dem Women’s March on Washington gegen Donald Trump.

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Bild von Tom Hiddleston.
Hat er das Zeug zum nächsten Bond? Dass er Actionszenen kann, hat Tom Hiddleston jedenfalls schon bewiesen (© Imago).

Tom Hiddleston: Der Fleißige

Aufstrebendes Talent wäre eine eher unfreundliche Bezeichnung für Schauspieler Tom Hiddleston. Er erhielt eine klassische Ausbildung an der Royal Academy of Dramatic Art und kann mit seinen knapp 37 Jahren auf eine beachtliche Filmografie zurückblicken. Fast 30 Fernseh- und Kinofilme in den zurückliegenden 15 Jahren, das zeugt von großem Fleiß, viel Leidenschaft für seinen Beruf und nicht zuletzt von seinem Ansehen bei Regisseuren und Produzenten. Das wiederum liegt an seiner enormen Wandlungsfähigkeit: Er spielt die sensiblen Charaktere genauso glaubwürdig wie die verschlagenen, die sanftmütigen Figuren genauso intensiv wie die gewalttätigen.

Die meisten Kinozuschauer kennen ihn aus den Thor-Filmen an der Seite von Chris Hemsworth. Darin verkörpert Hiddleston Thors Bruder Loki. Die charmante und einnehmende, aber zugleich zwielichtige und skrupellose Gestalt ist Hiddleston wie auf den Leib geschrieben. Das Janusköpfige scheint ihm zu liegen. Das beweist er 2016 eindrucksvoll in der Miniserie Der Nachtmanager, in der er einen Hotelangestellten im Dienst des britischen Geheimdienstes spielt. Als Spitzel soll er einen internationalen Waffenhändler zu Fall bringen. Dafür muss der Held gehörig austeilen und einstecken können, darf aber zugleich nie die gute Sache aus den Augen verlieren.

Für die Rolle bekommt Tom Hiddleston einen Emmy als bester Schauspieler, und beinahe wird sie zum Sprungbrett zu noch etwas Größerem: zum nächsten James Bond. Doch zunächst bleibt Daniel Craig der Agent mit der Lizenz zum Töten.

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Bild von Daisy Ridley.
So jung und schon so berühmt: "Star Wars" katapultierte Daisy Ridley nach oben (© 360°).

Daisy Ridley: Die Kämpferin

Ihren internationalen Durchbruch schafft Daisy Jazz Isobel Ridley 2015 als Schrottsammlerin Rey in Star Wars: Das Erwachen der Macht. Und wie! Die junge Schauspielerin ist mit einem Schlag weltberühmt. Allein in Deutschland sehen sich mehr als neun Millionen Menschen das Science-Fiction-Spektakel an, weltweit spielt der siebte Film der Star-Wars-Saga mehr als zwei Milliarden Dollar ein. Bisher hat Daisy Ridley vor allem in Fernsehserien mit überschaubarer Resonanz mitgespielt, jetzt wird sie plötzlich auf der Straße erkannt. Dem hohen Druck, den sie auf sich spürt, begegnet sie schließlich mit einer Therapie – und mit vielen Anrufen bei ihrer Mutter.

Und der Hype um sie ist noch lange nicht vorbei. Seit November ist sie in der Neuverfilmung des Agatha-Christie-Klassikers Mord im Orient-Express zu sehen. Sie spielt darin die Gouvernante Mary Debenham, eine Figur, die auch schon Vanessa Redgrave verkörpert hat. Riesige Fußstapfen, in die sie mutig tritt. Groß raus kommt die 25-Jährige auch außerhalb des Kinos. Ebenfalls im November ziert sie die Titelseite der Zeitschrift Vanity Fair.

Große Erwartungen wiederum sind mit Daisy Ridleys zweitem Auftritt als Rey in Star Wars: Die letzten Jedi verbunden, wieder an der Seite von John Boyega und Mark Hamill alias Luke Skywalker. Ihre Figur wird darin zum Jedi-Ritter ausgebildet. In der Episode hat Ridleys Kollegin Carrie Fisher als Prinzessin Leia übrigens ihren letzten Filmauftritt – sie stirbt kurz nach Ende der Dreharbeiten.

Bild von Ezra Miller.
Ein Blockbuster nach dem anderen: Ezra Miller greift gerade große Rollen ab (© Getty Images).

Ezra Miller: Das Genie

Gerade einmal 25 Jahre alt ist auch Ezra Miller, und wer in sein jugendliches Antlitz schaut, mag nicht einmal das wirklich glauben. Doch Miller ist eine der großen Schauspielhoffnungen Hollywoods. Seit 2015 wird der Jungstar regelmäßig für große Blockbuster gebucht. Als roter Blitz Flash rast er neben Ben Affleck (Batman) durch die Superheldenfilme des DC-Universums, gerade erst ist er in dieser Rolle in Justice League zu bewundern. In Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, verkörpert er den mysteriösen Zauberer Credence Barebone – auch 2018 wieder, so viel sei verraten. Mit Emma Watson verbindet Ezra Miller der Film Vielleicht lieber morgen, in dem er 2012 ihren Stiefbruder spielt. Ein Jahr zuvor schon macht er als jugendlicher Mörder in We Need to Talk About Kevin eindringlich auf sich aufmerksam.

Umso erstaunlicher ist, dass die Schauspielerei nicht Ezra Millers erste Wahl ist. Beinahe nämlich wäre er Opernsänger geworden: Seit er sechs Jahre alt ist, erhält er eine klassische Gesangsausbildung, mit 16 tritt er in der Metropolitan Opera in New York auf. Doch seine Stimme verändert sich, und Ezra Miller muss sich für einen anderen Weg entscheiden: die Schauspielerei. Geblieben ist dem Musiktalent eine Rockband, in der Miller Schlagzeug spielt.

Privat steht Ezra Miller selbstbewusst zu seinem Cannabis-Konsum und zu seinen Erfahrungen mit queerer Sexualität. Seine Unangepasstheit lässt einige schon von einem neuen Marlon Brando sprechen. Aber eigentlich braucht Ezra Miller keine Etiketten, dieser geniale Typ macht ganz sicher allein seinen Weg.

Diese Filme findet ihr als Video on Demand bei Videoload auf EntertainTV

Harry-Potter
Vielleicht lieber morgen
The Bling Ring
Noah
Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück
The Circle
Die Schöne und das Biest
Thor
Justice League
Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

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