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4 Blocks: Gomorrha in Neukölln

Eine schier endlose Betonwüste voll trostloser Häuserfassaden mit bröckelndem Putz. Der Gegenentwurf zu einem Idyll – aber der perfekte Ort für 4 Blocks, die neue Gangsterserie des Pay-TV-Senders TNT Serie. Sie spielt in Berlin-Neukölln und ist die deutsche Antwort auf die italienische Mafiaserie Gomorrha.

Hier der Trailer zur Serie:

© 2017 Turner Broadcasting System Europe Limited & Wiedemann & Berg Television GmbH & Co.

4 Blocks besticht mit roher Bildsprache, authentischen Schauspielern, ghettomäßigem Slang und mitreißender Musik. All diese Komponenten sind unfassbar faszinierend – auch, weil sich die Handlung in Berlin abspielt. An düsteren Orten Neuköllns, die man so oder so ähnlich schon mal im echten Leben gesehen hat.

Eine szenische Kostprobe gefällig? Aus einem schmuddeligen Hauseingang stürmt ein großer, bulliger Mann mit finsterem Blick und fetter Goldkette. Er zieht kräftig an einer Zigarette, dann macht’s plötzlich „Boooom“. Jemand sinkt vor einem Auto blutend zu Boden. Geldscheine und Wortfetzen wechseln die Besitzer. Der muskelbepackte Goldkettenträger wirkt zufrieden, schnipst seinen Glimmstängel gegen den Wind und verschwindet wieder. Neuköllner-Mafia-Style à la 4 Blocks. Und so sieht das Ganze dann in einem 360°-Video aus.

Konflikte im Minutentakt

In sechs spannenden Episoden wird der umtriebige Alltag eines arabischen Mafiaclans erzählt. Familientragödien, Freundschaftsdramen, krumme Deals mit all ihren Facetten und Konsequenzen. Im Zentrum dieser Geschichten steht Ali „Toni“ Hamady. Er ist der Boss der Neuköllner Mafia – und er will eigentlich nur eines: Sofort weg aus den vier Blocks. Er sehnt sich nach einem stinknormalen, möglichst ereignisarmen Alltag mit seiner Frau Kalila und dem gemeinsamen Kind. Der Abgang scheint beschlossen, als sein Schwager Latif bei einer Razzia in Neukölln verhaftet wird. Nun stünde Tonis Bruder Abbas als Nachfolger bereit, ein äußerst unberechenbarer und gewalttätiger Zeitgenosse. Das jedoch will der arbeitsmüde Noch-Mafiaboss nicht zulassen. Toni behält zunächst die Zügel der Clanfamilie selbst in der Hand. Das wiederum missfällt Abbas. Und dann kommt auch noch dieser Vince völlig überraschend zurück nach Neukölln. Konflikte rund um Drogen, Prostitution und Erpressung sind vorprogrammiert.

Kida Khodr Ramadan als Toni © 2017 Turner Broadcasting System Europe Limited & Wiedemann & Berg Television GmbH & Co.
Frederick Lau (Vince) und Koda Khodr Ramadan (Toni) © 2017 Turner Broadcasting System Europe Limited & Wiedemann & Berg Television GmbH & Co.
Veysel Gelin als Abbas © 2017 Turner Broadcasting System Europe Limited & Wiedemann & Berg Television GmbH & Co.
Almila Bagriacik als Amara © 2017 Turner Broadcasting System Europe Limited & Wiedemann & Berg Television GmbH & Co.

4 Blocks begeistert vor allem mit der sehr realistisch erscheinenden Umsetzung. Das liegt vor allem am sehr authentischen Drehbuch, geschrieben von den Autoren Hanno Hackfort, Bob Konrad und Richard Kropf. Das kreative Dreigestirn hat zuletzt bei Matthias Schweighöfers erster Serie You Are Wanted mitgewirkt. Entstanden ist der Plot in Zusammenarbeit mit Regisseur Marvin Kren, Protagonisten wie Kida Khodr Ramadan (als Ali „Toni“ Hamady) oder Veysel Gelin (als Abbas) sowie anderen echten Kiezgrößen aus dem Neuköllner Mafiamilieu. Für Regisseur Kren waren die Jungs aus dem Milieu die größte Inspiration. Kida holte vier Kumpels aus Neukölln als Komparsen ans Set. Sie machten ihre Sache so gut, dass sie schließlich kleinere Rollen bekamen. (Quelle: http://www.rbb-online.de/kultur/berlinale/beitraege/2017/interview-vier-blocks-neukoelln-serie-gangster.html) Erst durch ihr Insiderwissen und Mitwirken konnte 4 Blocks seine bestechende Glaubwürdigkeit erhalten.

Frederick Lau als Vince © 2017 Turner Broadcasting System Europe Limited & Wiedemann & Berg Television GmbH & Co.

Abschreckend und faszinierend

Mit Frederick Lau, der in 4 Blocks die Rolle des Vince spielt, ist auch ein bekanntes Kino- und TV-Gesicht vertreten. Zu seinen bekanntesten Rollen zählen die des Schülers Dennis in „Die Welle“ und die Hauptrolle im Berlinale-Beitrag „Victoria“, für die er den Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller erhielt. Apropos preisverdächtig: Den Titelsong „4 Blocks“ lieferten die Rapper Veysel, Massiv und Gringo, die sogar Darsteller in der Mafiaserie sind. Harter Hip-Hop als Hymne für den Blick hinter die Kulissen der Neuköllner Mafiaszene. Sowohl der Song als auch die gesamte Serie sind gleichermaßen abschreckend und faszinierend. Und sie ist allemal sehenswert.

Wer den Berliner Gangstern nun unbedingt zusehen will, kann das ab dem 8. Mai. Dann startet auf dem Pay-TV-Sender TNT Serie die erste von sechs 4-Blocks-Episoden. Ob die Mafiaserie auch im Free-TV oder zum Streamen bei einem Video-on-Demand-Anbieter landet, ist bislang unklar.

Wer nicht abwarten kann bis zum Serienstart am 8. Mai, sollte sich die besten Gangsterfilme der letzten 5 Jahrzehnte anschauen.

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