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Horrorfilme: Based on a true story

Horrorfilme sind viel zu gruselig, um wahr zu sein? Kann man so nicht sagen. Erschreckend viele Horrorfilme entstammen nicht der Fantasie begabter Drehbuchschreiber, sondern basieren auf wahren Geschichten. Die sind oft sogar gruseliger als die Filme selbst – und sie lassen den Gänsehautfaktor beim Schauen in die Höhe schnellen. Das hier sind die packendsten Horrorfilme, die sich an der düsteren Realität orientieren.

Jennifer Carpenter im Film Der Exorzismus von Emily Rose.
Von allen guten Geistern verlassen: Jennifer Carpenter in Der Exorzismus von Emily Rose (© SPHE).

Der Exorzismus von Emily Rose

Dieser Gruselfilm wurde inspiriert von der wahren Geschichte der Anneliese Michel. Die junge Studentin litt unter unerklärlichen Krampfanfällen. Zunächst vermutete man eine Epilepsie, später diagnostizierten Priester jedoch eine Besessenheit. Die gottesfürchtigen Eltern glaubten den Geistlichen und ließen mehrere Exorzismen durchführen. Anneliese Michel starb schließlich an Unterernährung, die die Teufelsaustreibungen verursachten.

Im Horrorfilm Der Exorzismus von Emily Rose findet sich der Zuschauer in der Rolle des Richters wieder. Wer hat Schuld am Tod des jungen Mädchens? Auf der Anklagebank sitzt Pfarrer Moore, der mit seinen Exorzismen den Tod herbeigeführt haben soll. Doch der Geistliche bleibt im Film bei seiner Überzeugung. Und je länger der Prozess im Drama dauert, desto mehr gerät auch das rationale Weltbild des Zuschauers ins Wanken. Die Wahrheit? Liegt im Auge des Betrachters. Der Film erzählt die Story mit Rückblenden. Und die haben es in sich: Sie folgen allen angsteinflößenden Regeln des Genres – mit unheimlichen Geräuschen, dosiertem Horror und gruseligen Bildern. Emily Roses Anfälle stellen einen wahren Kraftakt für Jennifer Carpenter dar: Die Hauptdarstellerin leidet im Horrorfilm unter nervösen Zuckungen und hektischen Verrenkungen, bei denen der Ischiasnerv schon vom Zuschauen zwickt!

Conjuring – Die Heimsuchung

Der Horrorfilm Conjuring – Die Heimsuchung orientiert sich an den Aufzeichnungen von Ed und Lorraine Warren. Das Ehepaar untersuchte mehr als 10.000 wahre Begebenheiten übersinnlicher Phänomene. Bis heute finden die Bücher der beiden Geisterjäger reißenden Absatz.

Filmszene aus Conjuring – Die Heimsuchung.
Conjuring – Die Heimsuchung: Schockmomente im Minutentakt (© Action Press/Warner Home Video).

Ihr schwierigster Fall handelt von den unheimlichen Vorfällen rund um die Familie Perron: Anfang der 1970er-Jahre kaufen Roger und Carolyn Perron eine alte Farm auf Rhode Island. Dort leben die Perrons zehn Jahre mit ihren fünf Kindern – bis sie schließlich, von einem vermeintlichen Geist heimgesucht, voller Furcht die Flucht ergreifen.
Uneinigkeit herrscht über die Identität des Geistes, der in der Nacht für Gepolter, Klopfgeräusche und sonstigen Horror gesorgt hat: War es die frühere Besitzerin Ms. Arnold, die sich in der Scheune erhängt hatte? Oder doch die Hexe Bathsheba Sherman, die auf dem Anwesen lebte und ihr Kind dem Teufel opferte? Die dunkle Vorgeschichte des Hauses bietet ausreichend Potenzial für verschiedene Auslegungen des Gruselfilms.

James Wan
, der den ersten Teil des Films Saw ins Kino brachte und damit zum Star wurde, bastelt auf Grundlage der Aufzeichnungen einen spannenden Gruselfilm. Er macht die von den Perrons erlebte Angst emotional nachvollziehbar. Auch wenn man die Ereignisse um die Perrons als Hirngespinst abtut: Der Film ist eine Perle des Genres und sorgt garantiert für Albträume!

The Hills Have Eyes – Hügel der blutigen Augen

Der Horrorfilm The Hills Have Eyes beruht auf der Legende von Alexander „Sawney“ Bean. Inständig hofft man, dass es sich bei dem Horror wirklich nur um ein Ammenmärchen aus einer anderen Zeit handelt, und nicht um eine wahre Geschichte – so schaurig ist die Überlieferung. Bean soll das Oberhaupt einer irren Kannibalensippe im Schottland des 15. Jahrhunderts gewesen sein. Gemeinsam mit seiner Frau und den 46 Kindern tötete der schottische Hannibal Lecter angeblich über 1.000 Menschen, die er in eine unterirdische Behausung geschleppt und dort verspeist haben soll.

Emilie de Raivin in The Hills Have Eyes.
Mit einer Axt gegen das Böse in der Wüste: Emilie de Raivin in The Hills Have Eyes (© 20th Century Fox).

Der Franzose Alexandre Aja greift diese Sage in seinem Film auf und dreht das Genre gehörig durch den Fleischwolf. Er verpflanzt die hungrige Brut im Thriller nicht nur in eine gottverlassene Wüste New Mexicos, sondern lässt sie in seinem Horrorfilm auch noch zu radioaktiv verseuchten Monstern mutieren. Eine Reifenpanne am Trailer lässt die Carters nun ausgerechnet in dieser Einöde stranden. Schnell merkt die Familie, dass sie jetzt für all das Leid büßen soll, das den Kreaturen zugefügt wurde. Die menschlichen Raubtiere sind zwar keine Vampire oder Zombies, aber mindestens genauso blutrünstig und brutal.

Horrorkönig Wes Craven brachte den Plot bereits 1977 mit dem Film The Hills Have Eyes ins Kino. Doch das Remake von Aja braucht den Vergleich nicht zu scheuen: Der kompromisslose Film versetzt dem Genre nicht nur neue Akzente, sondern fesselt die Fans mit rauem Schrecken und einer gehörigen Portion Action.

The Texas Chain Saw Massacre

Auch Leatherface, der Kettensägenkiller aus dem Splatter The Texas Chain Saw Massacre, beruht auf einer wahren Geschichte. Vorlage für den Schlächter war Ed Gein – der wahrscheinlich schrecklichste Verbrecher in der Geschichte der USA.
Ermittler verdächtigten Gein, mit dem Verschwinden der Ladenbesitzerin Bernice Worden zu tun zu haben. Als sie seine Farm untersuchten, machten sie einen fürchterlichen Fund: Im Dunkeln der Scheune stießen sie an die Leiche Wordens, die ausgeweidet von der Decke baumelte.
Auch im Haus bot sich den Polizisten ein Bild des Horrors: Sie entdeckten Lampenschirme aus Menschenhaut, Schalen aus Schädelhälften und Masken aus den Gesichtern toter Frauen. Ed Gein bekannte sich nur zu zwei Morden – für die anderen Körperteile plünderte der skrupellose Mann die Gräber kürzlich Verstorbener, die seiner Mutter glichen.

Gunnar Hansen in The Texas Chainsaw Massacre.
Killer mit Kettensäge: Gunnar Hansen als Leatherface in The Texas Chainsaw Massacre (© Action Press/SPHE).

Regisseur Tobe Hooper verarbeitete in seinem Klassiker The Texas Chain Saw Massacre die schaurigsten Elemente der Untaten Ed Geins. Auch Michael Bay, der im Remake des Slashers die Regie führte, griff darauf zurück: die menschlichen Trophäen, die das Haus von Leatherface im Gruselfilm „schmücken“, der Kannibalismus, der Gein nie nachgewiesen werden konnte, und natürlich die Maske aus Menschenhaut, die dem Killer seinen Namen verlieh.
Ed Gein inspirierte das Genre zu weiteren Filmen mit Monstern: Hitchcocks Muttersöhnchen Norman Bates aus dem Klassiker Psycho gehört dazu, genauso wie der weiße Maskenkiller Michael Myers aus dem Horrorfilm Halloween. Des Weiteren zählt Jame Gumb dazu, der Hannibal Lecters Gegenspieler im Film Das Schweigen der Lämmer spielt.

Diese Horrorfilme sind der Beweis, dass das Leben nicht nur die besten Geschichten schreibt – sondern oft auch die besten Gruselfilme. Selbst Zombies sind keine Erfindung der Filmindustrie: Der Ursprung der Untoten liegt in der karibischen Welt. Hier könnt ihr alles zum Aufstieg der Zombies nachlesen.

Ihr traut euch nach dem ganzen Horror nur noch mit eingeschaltetem Licht an die Fernbedienung? Zeit für ein anderes Genre: Diese Kinderfilme für Erwachsene sorgen für eine bunte Alternative – und sind garantiert nicht grauenvoll.

Diese Filme findet ihr als Video on Demand bei Videoload auf EntertainTV

Der Exorzismus von Emily Rose
Conjuring - Die Heimsuchung
The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen
Michael Bays Texas Chainsaw Massacre
Saw
Psycho
Halloween

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